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Brustdiagnostik

Die Basis einer bildgebenden Diagnostik zur Abklärung von Erkrankungen der Brust ist die Mammographie.
Auch diese wird in unserem Institut in digitaler Technik durchgeführt.

Jeder unklare Tastbefund der Brust sollte mittels Mammographie und gegebenenfalls mittels ergänzender Ultraschalluntersuchung und evtl. auch durch eine Kernspintomographie der Brust weiter abgeklärt werden.

Ist in den vorgenannten Bildgebenden Verfahren ein suspekter Befund aufgefallen, muss dieser gegebenenfalls durch Gewinnung einer Gewebeprobe zur histologischen Untersuchung weiter abgeklärt werden. Hierzu stehen in unserem Institut sämtliche minimal invasive Verfahren, wie die Stanzbiopsie oder die Vakuumbiopsie zur Verfügung:
Bei der Stanzbiopsie wird mittels einer Nadel, die unter Ultraschallsicht nach vorheriger Lokalanästhesie in den suspekten Herd eingebracht wird, eine Gewebeprobe entnommen. Die Gewebeprobe wird anschließend von einem Pathologen untersucht.
Bei der Vakuumstanzbiopsie werden unter Röntgenkontrolle mittels einer etwas dickeren Nadel mehrere kleine Gewebezylinder aus der Region des suspekten Befundes abgeschnitten und wiederum von dem Pathologen histologisch untersucht. Dieses Verfahren ist im Wesentlichen geeignet zur Abklärung von suspekten Verkalkungen (sog. Mikroverkalkungen) in der Brust, die zuvor in einer Mammographie aufgefallen sind.

Die oben beschriebenen Verfahren werden unter ambulanten Bedingungen in örtlicher Betäubung durchgeführt, so dass nur ein kurzer Aufenthalt in unserer Klinik notwendig ist.

Zur frühzeitigen Erkennung von Brusttumoren, die noch keinen Tastbefund auslösen, ist die Teilnahme an sog. Screening-Programmen möglich.
Dabei werden Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle 2 Jahre mittels Mammographie untersucht.

Interdisziplinäre Brustambulanz der Frauenklinik und des Institutes für Radiologie

Die Radiologie arbeitet bei Erkrankungen der Brust sehr eng mit den Kolleginnen und Kollegen der Frauenklinik unseres Hauses zusammen. Für Fragen in diesem Bereich wurde die interdisziplinäre Brustambulanz eingerichtet. In diesem Rahmen ist die Radiologie auch eingebunden in das Hamburger Brustzentrum (HBC).

In enger Zusammenarbeit mit der Frauenklinik, wo die erste klinische Untersuchung stattfindet, die spezielle Anamnese erhoben wird und evtl. Vorbefunde gesichtet werden, erfolgt in der Radiologie die weitere diagnostische Abklärung mittels digitaler Mammographie, Sonographie und evtl. Biopsie.

Weitere Informationen:
Zertifiziertes Brustzentrum

Kleiner Brusttumor (Pfeil) in der Mammographie
Kleiner Brusttumor (Pfeil) in der Mammographie

Einmal wöchentlich werden zwischen den Gynäkologen, Pathologen, Onkologen und Radiologen schwierige diagnostische und therapeutische Fälle in einer gemeinsamen Besprechung miteinander diskutiert und das weitere Vorgehen festgelegt, welches in der Folge mit den betroffenen Patientinnen im Einzelnen besprochen wird. Durch die Verzahnung aller heute notwendigen diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten kann den Patientinnen in einem menschlichen Umfeld mit kurzen Wegen eine bestmögliche Behandlung ihrer Brusterkrankungen geboten werden.

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29.11.11
Prävention von Rückenleiden
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