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Wirbelsäulenchirurgie

Weit über ein Drittel der deutschen Bevölkerung leidet an Rückenschmerzen. Auch internationale Daten zeigen deutlich auf, dass Kreuzschmerzen eine der am häufigsten angegebenen Schmerzarten überhaupt ist. Die Selbstheilungstendenz der akuten Rückenschmerzen beträgt innerhalb der ersten sechs Wochen 90%. Somit erleiden knapp 10% der Betroffenen eine chronische Schmerzsymptomatik, welche einer strukturierten Diagnostik und zielorientierten Therapiegestaltung bedarf.

Die Ursache der Beschwerdesymptomatik ist ausgesprochen vielfältig. Im Wesentlichen muss man zwischen chronischen Beschwerden ohne wesentliche strukturelle Veränderungen zu Beschwerden mit Veränderungen im Bereich der Wirbelsäule oder des umliegenden Weichteilgewebes abgrenzen. Der akute Rückenschmerz wie auch ein großer Teil der chronischen Beschwerden sind der konservativen Therapie zugänglich. Es muss aber vermerkt werden, dass diese Therapiegestaltung in der Regel keine sofortige Schmerzfreiheit herbeiführen kann. Unter Zusammenschluss der krankengymnastischen Übungsbehandlung, der physikalischen Therapie sowie einer zielorientierten Schmerztherapie und Anwendung von entzündungshemmenden Mitteln kann der Großteil der Patienten ein sehr gutes Langzeit­behandlungsergebnis erzielen.

Sollte die konservative Therapie über mehrere Wochen nicht zu einem Erfolg führen, so kann darüber nachgedacht werden, ob hier ein operatives Eingreifen die Situation grundlegend verbessern kann. In dieser Hinsicht ist die Art der strukturellen Veränderungen exakt zu definieren. Hier sind die konventionelle radiologische Diagnostik, die Computertomographie und auch die Kernspintomographie sehr hilfreich. Unter Kenntnis der Entwicklung der Beschwerdesymptomatik, der aktuell beklagten Probleme sowie einer ausführlichen körperlichen Untersuchung in Verbindung mit der bildgebenden Diagnostik wird dann eine Entscheidung herbeigeführt, ob eine Operation indiziert ist und in welcher Technik diese durchgeführt werden sollte. 

Arzt in einem OP-Saal

Im Folgenden führen wir einige typische Probleme der Wirbelsäule auf, welche einer operativen Therapie zugänglich sind. Die Entscheidung zu einem entsprechenden Eingriff muss jedoch individuell im ausführlichen Gespräch zwischen Patient und Arzt gefällt werden.

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