Psychotherapie
Eine schwerwiegende Erkrankung mit Krankenhausaufenthalt ist häufig eine starke psychische Belastung für den Patienten. Infolge eines Krankheitsereignisses kann es zu einer seelischen Krise kommen, die psychotherapeutische Interventionen erfordert. In deren Rahmen werden z. B.
- Selbstbild
- Sozialverhalten
- Kontrollfähigkeit
- Belastbarkeit
- Anspruchsniveau
- Motivation
- Wege der Konfliktverarbeitung
thematisiert. Zusammen mit dem Patienten werden erreichbare Ziele und eine Annäherung an deren Verwirklichung erarbeitet. Hilfreiche Verhaltensweisen bei der Krankheitsbewältigung werden vermittelt. Zudem besteht im Bedarfsfall die Möglichkeit, Entspannungsverfahren zu erlernen.
Angehörigenberatung
Neben der direkten Arbeit mit den Patienten zählt die Angehörigenberatung ebenfalls zum neuropsychologischen Aufgabenfeld. Dabei werden Informationsgespräche über das Krankheitsbild und die hervorstechenden kognitiven sowie psychischen Symptome erläutert und günstige Verhaltensweisen der Angehörigen im Umgang mit dem Patienten erörtert. Zusätzlich werden in Gesprächen gegebenenfalls Hilfen bei der Anpassung an die neuen Lebensumstände gegeben.
Literatur-Tipp
Susanne Wilfarth
"Ich habe mich eine ganze Stunde lang nicht als Patient gefühlt, sondern als Mensch!" Leitfaden zur Psychologischen Gruppentherapie in der Geriatrie. Peter Lang, Europäischer Verlag der Wissenschaften. Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2006. 103 Seiten. ISBN: 3-631-55828-7
Dieses praxisnahe Buch entstand nach mehrjähriger Erfahrung in der Durchführung von Gruppenpsychotherapien mit geriatrischen Patienten. Es ist ein Leitfaden für Berufsgruppen, die mit älteren Menschen arbeiten und dabei psychotherapeutische Gesprächsgruppen nach vorliegenden Vorbild durchführen.