Das Marienkrankenhaus wurde 1864 von Schwestern des
katholischen Ordens des hl. Karl Borromäus (Borromäerinnen) gegründet.
Die Gemeinschaft der Schwestern, benannt nach dem hl. Karl Borromäus (1538 -1584) Erzbischof von Mailand , entstand 1652 in Nancy, der Hauptstadt des ehemaligen Herzogtums Lothringen. Der barmherzige Dienst an hilfebedürftigen Mitmenschen insbesondere die Pflege von Kranken sowie die Kindererziehung, ist dabei Hauptanliegen der Kongregation bis in die heutige Zeit. Für die Borromäerinnen ist dabei der barmherzige Dienst Folge und Ausdrucksform des geistlichen Lebens. Die Einübung der Tugenden wie Demut, Gehorsam, Keuschheit ... bildet ebenfalls ein Herzstück der Kongregationsspiritualität wie es in einer Biografie über Karl Borromäus heißt.
Die Borromäerinnen versahen ihre Dienste an hilfs- und pflegebedürftigen Mitmenschen von Frankreich ausgehend in den folgenden zwei Jahrhunderten in fast allen europäischen Ländern. Im Jahr 1849 weiteten die Schwestern schließlich mit der Gründung des Mutterhauses in Trier ihren Tätigkeitsbereich nach Deutschland aus.
Vom Mutterhaus wurden im vorigen Jahrhundert Krankenhäuser, Kindergärten, Schulen und Heime gegründet. Hauptsächlich in Deutschland, später dann aber auch in Übersee.
Seit 1861 leben und arbeiten Ordensschwestern auch in Hamburg, wo sie in St. Marien, der heutigen Domgemeinde zuerst ein Waisenhaus betreuten.
Mit der Gründung des Marienkrankenhauses im Jahr 1864 begann für die Borromäerinnen die bis heute andauernde krankenpflegerische Tätigkeit in Hamburg. Die Schwestern leben unmittelbar am Krankenhaus in einem eigens für sie errichteten Konventgebäude. Die Leitung hat die Schwester Oberin Ansgara Schüssler. Hier finden die Schwestern die Ruhe und Zurückgezogenheit zur Ausübung ihres religiös-geistlichen Lebens.
Außer im Marienkrankenhaus arbeiten sie im Altenheim St. Bernhard in der Danziger Straße und der Pfarrei St. Paulus-Augustinus in Groß-Flottbek.
Ihre segensreiche Tätigkeit ist leider auch in Hamburg durch den Mangel an Nachwuchs gefährdet. Derzeit leben noch 11 Schwestern im Konvent.