Ethik-Kommission

Die Ethik-Kommission am Marienkrankenhaus ist Teil des Hamburger Ethiknetzwerkes und befasst sich fortlaufend mit aktuellen ethischen Fragestellungen in der Diagnostik, Therapie und Pflege von Patienten. Dabei möchten die Mitglieder der Ethik-Kommission vor allem dazu beitragen, dass Vertrauen, Respekt, Rücksicht und Mitgefühl als gelebte Werte die Entscheidungen und den zwischenmenschlichen Umgang im Marienkrankenhaus prägen. Zugleich schafft sie Foren für den offenen Austausch über ethische Fragestellung. Alle Angebote richten sich in der Regel an Patienten und Mitarbeitende. In der Ethik-Kommission arbeiten Pflegekräfte, Ärzte, Psychologen, Therapeuten sowie Seelsorger.

Im Fall eines ethischen Dilemmas, wenn Werte oder moralische Überzeugungen berührt werden oder wenn es Unsicherheiten mit Blick auf die jeweils individuelle Lebensqualität gibt, dann besteht die Möglichkeit der Ethischen Fallbesprechung. Damit möchte die Ethik-Kommission zu einer Kultur des Dialogs und der Toleranz im Umgang mit ethisch sensiblen und kontrovers beurteilten Fragen der medizinischen Versorgung zwischen allen Beteiligten beitragen. Dazu wird jedoch nicht über die medizinische Behandlungsqualität geurteilt. Die bestmögliche medizinische Versorgung wird als selbstverständlich vorausgesetzt. Die Verantwortung kann und soll nicht delegiert werden. Sie verbleibt bei dem jeweils Verantwortlichen des ärztlichen und pflegerischen Teams.

Das Angebot der Ethischen Fallbesprechung können folgenden Personen und Gruppen nach interdisziplinärer Absprache anfordern, damit anhaltende ethische Fragen nicht im Raum stehen bleiben:

  • Patienten
  • Angehörige
  • Mediziner
  • Pflegende
  • Therapeuten
  • Sonstige begleitende Berufsgruppen

Die klinische Ethikberatung findet als fallbezogene Teambesprechung auf den jeweiligen Stationen statt unter der Leitung ausgebildeter Moderatoren, der aus der Ethik-Kommission abgeordnet ist. Dabei sollten nach Möglichkeit alle teilnehmen, die an der Behandlung und Pflege des Patienten beteiligt sind. Der Konsens wird in einem Protokoll durch die Moderatoren dokumentiert und der Patientenakte beigefügt. Alle Beteiligten unterliegen der Schweigepflicht.

Kontakt

Sonja Spahl
Pflegedirektorin
Telefon 040 / 25 46 - 12 02