Schmerztherapie Hamburg - Behandlung chronischer Schmerzen

Rund 130.000 Menschen im Großraum Hamburg leiden unter chronischen Schmerzen. Unter chronischen Schmerzen verstehen Experten der Schmerztherapie schmerzhafte Beschwerden, die mindestens drei Monate bestehen oder wiederholt auftreten. Chronische Schmerzen haben oft keine rein körperliche Ursache. Die eigentliche Funktion von Schmerz, nämlich die Warn- und Schutzfunktion des Körpers, ist beim chronischen Schmerz aufgehoben. Bei Patienten mit starken chronischen Schmerzen bestimmt der Schmerz den Alltag auf allen Ebenen. Manche ziehen sich zurück, nehmen kaum am sozialen Leben teil oder werden depressiv. 

Was sind chronische Schmerzen? 

Wird der Schmerz vom Symptom einer Erkrankung zur Krankheit selbst, so entstehen zusätzliche Probleme wie Ängste oder Depressionen, die zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität führen. Grundlage des chronischen Schmerzes sind strukturelle Veränderungen an den schmerzleitenden Nervenzellen des Rückenmarks und Gehirns. Die Wechselwirkung der Zellen gerät aus dem Gleichgewicht. Auch seelische und soziale Probleme können die Chronifizierung von Schmerzen begünstigen.

Eine Frau hat Kopfschmerzen
Hilfe in der Schmerztherapie Hamburg: Chronische Schmerzen bestimmen oft den gesamten Alltag.

Schmerztherapie: Welche Behandlungsform?

Die hohe Komplexität chronischer Schmerzen macht auch ihre Therapie sehr anspruchsvoll. Chronische Schmerzen benötigen eine umfassende Behandlung, da sie körperliche, psychische und soziale Veränderungen bewirken, die weit über die anfängliche körperliche Störung hinausgehen. So verändert der Schmerz und das sogenannte Schmerzgedächtnis neben dem Körper auch das Erleben und Verhalten betroffener Menschen. Im Mittelpunkt der modernen Schmerztherapie steht deshalb nicht der Schmerz, sondern vor allem der Schmerzpatient.

Die Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzen erfordert eine professionelle Diagnostik und Therapie unter Berücksichtigung sozialer und psychologischer Faktoren. Diese Aufgabe kann nur von einem interdisziplinären Team in Zusammenarbeit gemeinsam mit dem Patienten bewältigt werden.  

Schwerpunkt: multimodale Behandlung

Grundlage aller Angebote der Schmerztherapie im Marienkrankenhaus Hamburg ist ein multimodaler Behandlungsansatz, der schon bei der ersten Diagnostik auf die körperlichen, psychischen und sozialen Einflüsse eingeht, die das chronische Schmerzgeschehen beeinflussen. In der Tagesklinik und auf der Schmerzstation stimmen sich die Behandlungsteams in Besprechungen eng über die Therapie ab. Bei Bedarf stehen Konsiliarärzte und die umfassenden Untersuchungsmöglichkeiten des gesamten Krankenhauses zur Verfügung.

Wie wichtig professionelle Angebote für chronische Schmerzpatienten sind, zeigt auch die aktuelle Krankenhausplanung der Hamburger Gesundheitsbehörde, die ein deutliches Plus an Therapieplätzen vorsieht. Erreicht wird dieser Ausbau unter anderem durch die Erweiterung der Schmerztherapeutischen Tagesklinik am Marienkrankenhaus. Seit dem 19. September 2016 stehen hier 15 statt bislang 6 spezialisierte Behandlungsplätze zur Verfügung.

Die Räume der Tagesklinik wurden umfangreich modernisiert und erweitert. Dr. Joachim Nitsche, verantwortlicher Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie: „Wir freuen uns, dass wir in unserer Schmerztagesklinik künftig noch mehr Menschen ein sehr professionelles und wohnortnahes Behandlungsangebot in Hamburg und Umgebung machen können. Unser Ziel ist es, die langjährigen Erfahrungen des Marienkrankenhauses in der Behandlung von chronischen Schmerzen für das Wohl der Patienten einzusetzen.“

Aufnahmekraft und Arzt auf einem Flur
Die Räume der Tagesklinik wurden aktuell umfangreich modernisiert.

Behandlungsangebote im Marienkrankenhaus

Zur Therapie chronischer Schmerzen setzt das Marienkrankenhaus auf folgende Behandlungsangebote, die eng miteinander vernetzt sind. Zur Verfügung stehen: 

Welches Angebot für den jeweiligen Patienten geeignet ist, ergibt sich dabei aus den Erstgesprächen in unserer Schmerzambulanz des Krankenhauses. 

Das Ziel: Den Alltag besser bewältigen

Die Behandlung chronischer Schmerzen ist immer eine Kombination verschiedener Ansätze. Dabei ist es wichtig, eine optimale Wirkung bei möglichst geringen Nebenwirkungen zu erzielen. Unterschiedliche medizinische, physiotherapeutische und psychologische Ansätze werden mit Entspannungstechniken oder Sportangeboten kombiniert.  Die Patienten sollen lernen, ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen und positiv in die Zukunft zu blicken. Da familiäre und soziale Bindungen sowie Aktivitäten während der Behandlung bestehen bleiben, können in der Therapie erlernte Strategien direkt im Alltag umgesetzt und Erfahrungen ausgetauscht werden.

An wen wende ich mich?

Erster Anlaufpunkt für die Behandlung von chronischen Schmerzen ist die Schmerzambulanz (Telefon 040 / 25 46-26 41, E-Mail). Im Erstgespräch wird neben der körperlichen Untersuchung ein Fragenkatalog mit dem Patienten durchgegangen. Das Ziel: Informationen über die Lebenssituation und die Einschränkungen durch die Schmerzen zusammenzutragen, um daraus die geeignete Lösungen zu erarbeiten. Selbstverständlich werden auch vorherige Untersuchungsergebnisse anderer medizinischer Disziplinen berücksichtigt.

Dr. med. Joachim Nitsche

Dr. med. Joachim Nitsche

  • Schwerpunkte

  • Qualifikationen

    • Facharzt Anästhesiologie
    • Spezielle anästhesiologische Intensivmedizin
    • Spezielle Schmerztherapie
    • Psychosomatische Grundversorgung 
Fr. Fleischer, Dipl. Sportwissenschaftlerin, Krankenpflegerin

Fr. Fleischer, Dipl. Sportwissenschaftlerin, Krankenpflegerin

Fr. Soldner, Dipl. Pflegewirtin (FH) / Krankenpflegerin

Fr. Soldner, Dipl. Pflegewirtin (FH) / Krankenpflegerin

Fr. Terboven, Krankenpflegerin

Fr. Terboven, Krankenpflegerin

Fr. Lersch, Physiotherapeutin

Fr. Lersch, Physiotherapeutin

Fr. Trocha, Physiotherapeutin

Fr. Trocha, Physiotherapeutin

Fr. Krohn, Psychologin

Fr. Krohn, Psychologin

Fr. von Usslar, Psychologin

Fr. von Usslar, Psychologin

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