Knochendichtemessung mit der DEXA / DXA-Methode

Zur Abklärung einer Osteoporose wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Knochendichtemessung mittels der Dual-Röntgen-Absorptiometrie, kurz DEXA oder DXA, empfohlen. Vom deutschen Dachverband Osteologie (DVO) wird diese Methode in seinen Leitlinien als Methode der Wahl bezeichnet.

Die DXA-Methode ist ein medizinisch-technisches Verfahren zur Bestimmung der Knochendichte. Bei diesem Verfahren kommt es zum gleichzeitigen Einsatz von zwei energetisch leicht unterschiedlichen Röntgenquellen (Dual-Röntgen-Absorptiometrie).

Mittels minimaler Röntgenstrahlung (s.u.) wird der Mineralsalzgehalt des Knochens, meist an der Lendenwirbelsäule oder den Hüften, ermittelt. Hierbei nutzt man die Tatsache, dass energiereiche Röntgenstrahlung abgeschwächt wird sobald sie Materie wie z.B. Knochen durchdringt. Knochen mit einer geringeren Dichte, also z.B. eine osteoporotisch veränderte Knochenstruktur, führt zu einer verminderten Abschwächung der Strahlung. Diese unterschiedlichen Strahlenabsorptionen können gemessen werden. Das Ergebnis kann in Form des sogenannten T-Wertes angegeben werden.

Der T-Wert zeigt an, wie stark die gemessene Knochendichte von dem Normalwert (peak bone mass, PBM) eines geschlechtsgleichen 30-jährigen Gesunden abweicht.

Angewendet wird das DXA-Verfahrens sowohl bei Verdacht auf eine Osteoporose, zur Festlegung des Grades einer eventuellen Osteoporose sowie zur Verlaufs- bzw. Therapiekontrolle einer bekannten Osteoporose unter Anwendung verschiedener Medikamente.

Was ist Osteoporose?

Die Osteoporose  ist eine häufige Erkrankung des Alters, welche zunächst unbemerkt verlaufen kann. Sie führt jedoch zu einer erhöhten Gefahr von Knochendeformationen und Knochenbrüchen und kann somit eine hohe Krankheitsbelastung in Form von Schmerzen oder Bettlägrigkeit, manchmal auch dauerhafte Immobilisation bedeuten.

In Deutschland sind ca. 7,8 Millionen Menschen von einer Osteoporose betroffen und man geht von einer Verdoppelung der Schenkelhalsfrakturen in den nächsten 40 Jahren aus.

Typische Merkmale der Osteoporose sind eine Abnahme der Knochenmasse und Verschlechterung der Knochenarchitektur sowie als deren Folge eine Abnahme der Knochenstabilität. Behandelt werden die Folgen der Osteoporose (u.a. Brüche) durch die Spezialisten im Alterstraumatologischen Zentrum am Marienkrankenhaus.

Untersuchungsablauf und Strahlenbelastung

Die Messungen werden mit einem Gerät der Firma General Electric (Prodigy Pro) durchgeführt. Die Strahlenexposition ist zu vernachlässigen. Die Messung der Knochendichte an der Wirbelsäule sowie an den Hüften , die in der Regel durchgeführt wird, beträgt im Durchschnitt  2,05 µ Sievert, das entspricht etwa 1/3 der natürlichen Strahlenexposition eines Tages in Deutschland (natürliche Exposition 6 µSievert/Tag).

Die Dauer einer DXA-Messung beträgt etwa 5-10 Minuten, der Patient muss dabei auf einer Untersuchungsliege ruhig liegen. Der Messvorgang läuft automatisch ab. Eine spezielle Vorbereitung des Patienten für die Untersuchung ist nicht notwendig.

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