Spenden von Nabelschnurblut

Nicht jeder ist und bleibt sein Leben lang gesund. Die Spende von Nabelschnurblut Ihres neugeborenen Kindes kann schwerkranken Menschen helfen. Frischgebackene Eltern können das Nabelschnurblut ihres Neugeborenen im Marienkrankenhaus spenden. Die Blutentnahme für Mutter und Kind ist völlig schmerz- und risikofrei. Eine öffentliche, nichtkommerziell orientierte Stammzellbank lagert dieses Blut ein.

Jedes Jahr erkranken Menschen an lebensgefährlichen Erkrankungen des Immunsystems, wie z. B. Leukämien, Lymphomen oder verschiedenen Stoffwechselerkrankungen. Meist kann diesen Patienten nur noch durch eine Transplantation gesunder Blutstammzellen geholfen werden. Häufig stehen jedoch keine passenden erwachsenen Blutstammzellspender zur Verfügung. Nabelschnurblut bietet hier eine Alternative zu Blutstammzellen aus dem Knochenmark. Es enthält Millionen wertvoller Stammzellen, die nach der Abnabelung entnommen und anschließend konserviert werden können. Durch die Kältekonservierung stehen die Stammzellen im Anwendungsfall sofort zur Verfügung. Dadurch können Patienten schneller behandelt werden.

Ein besonderer Vorteil von Nabelschnurblut-Stammzellen ist, dass sie besser als Blutstammzellen aus dem Knochenmark vertragen werden. Nabelschnurblut-Stammzellen sind unreifer und rufen damit geringere Abstoßungsreaktionen hervor. Deswegen wird weltweit immer häufiger Nabelschnurblut anstelle von Knochenmark eingesetzt.

Bei der Spende von Nabelschnurblut kooperiert das Marienkrankenhaus mit dem Norddeutschen Knochenmarkspende-Register „NKR – Initiative Leben spenden Deutschland“ aus Hannover, einer gemeinnützigen Organisation. Eltern, die Informationen zum Thema Nabelschnurblut wünschen, können sich an die Frauenklinik des Marienkrankenhauses unter 040 / 25 46-16 66 oder direkt an das NKR unter 0511/89 88 88-60 wenden, www.nkr-mhh.de.