Unsere Begleitung bei Demenz

Immer mehr Menschen leiden an einer Demenz. Unter der häufigsten Form, der Alzheimerdemenz, versteht man eine fortschreitende Erkrankung des Gehirns, bei der Gedächtnis, Orientierung oder Sprache zunehmend schlechter funktionieren.

Mögliche Symptome: Vernachlässigung der Körperpflege, Schluckstörungen oder Veränderung des Schlaf-Wach-Rhythmus. Für eine gesicherte Diagnose müssen diese Symptome über mindestens sechs Monate bestehen. Oft werden Sie vom Umfeld jedoch sehr spät wahrgenommen, da die Alzheimerdemenz zumeist unmerklich beginnt.

Im Gegensatz dazu beginnt ein Delir oft plötzlich, z. B. ausgelöst durch Entzündungen, Kreislaufstörungen und Störungen im Hormonhaushalt. Besonders gefährdet sind Patienten mit einer leichten, bislang unbemerkten Demenz. Betroffene leiden an Gedächtnisstörungen und Bewusstseinstrübungen, hinzu kommen Aggressionen, Unruhe oder Teilnahmslosigkeit.
Unter einer fachgerechten Behandlung besteht meist die Chance einer deutlichen Besserung.

Die Geriatrie verfügt über eine eigene Spezialstation für Demenzkranke.

Unsere Angebote

  • Eigene Station für Demenz- und Delirpatienten (Geriatrie 4)
  • Professionelle Betreuung in einem patientengerechten Umfeld
  • Spezielles Architektur- und Farbkonzept für Orientierung und Sicherheit
  • Behandlung durch kompetent geschultes Personal
  • Konstantes Team aus Pflegekräften, Therapeuten und Ärzten
  • Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer (Demenzlotsen)
  • Hilfe und Beratung für Angehörige (z B. Pflegestufenanträge, Vollmachten, Kurzzeitpflege, Heimunterbringung, Pflegedienste etc.) durch Sozialdienst
  • Spezielle Schulungen für pflegende Angehörige
  • Enge Kooperation mit Selbsthilfegruppen, Angehörigenhilfe etc.

Diagnostik

  • Bildgebende Verfahren des Kopfes (kraniale Computertomografie CCT und kraniale Magnetresonanztomografie cMRT)
  • Untersuchung der Gedächtnisfunktionen und Orientierung (z. B. durch sogenannten Mini-Mental-Status-Test MMST und Demenz-Detektion DemTect, ggf. weiterführende neuropsychologische Diagnostik)
  • Zusätzliche Laboruntersuchungen (z. B. Vitamin B12 Konzentration, Folsäurewert, Schilddrüsenhormone)
  • Wenn notwendig Liquorentnahme (Nervenwasser)

Therapie

  • Aktivierende Pflege (Einbeziehung der vorhandenen Fähigkeiten)
  • Gedächtnistraining und Biographiearbeit
  • Validation (an der Lebenswelt des Patienten orientierte Kommunikation)
  • Tagesstrukturierende Maßnahmen
  • Medikamentöse Therapie

Begleitung durch unsere Demenzlotsen

unsere ehrenamtlich tätigen und speziell ausgebildeten Demenzlotsen begleiten und unterstützen Angehörige bei der Betreuung von Demenz-Kranken.
>>Erfahren Sie mehr über unsere Demenzlotsen

Mehr Erfahren über Demenz

Weitere Informationen zu Symptomen, Ursachen, Verlauf und Behandlung von Alzheimer-Demenz unter www.gesundheitsinformation.de (ein Projekt der Stiftung für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG).

Kontakt und Aufnahme

Die Aufnahme auf der Geriatrie 4 erfolgt zumeist durch Einweisung / Anmeldung durch den Hausarzt unter folgender Adresse:
Chefärzte der Geriatrischen Klinik
Priv. Doz. Dr. med. Daniel Kopf,
Dr. med. Helmut Bühre
Telefon 040 /25 46 -22 02
Fax 040 /25 46 -22 00
E-Mail: schlieker2.geriatrie@marienkrankenhaus.org

Beratung

Vereinbaren Sie online eine Beratung mit uns oder rufen Sie uns an Tel. 040 / 25 46-22 02. Wir sind für Sie da!