Das gute Bauchgefühl

Das „gute Bauchgefühl“ ist nicht nur ein geläufiges Sprichwort, sondern berührt auch in der Gastroenterologie zahlreiche Aspekte. Von der richtigen Ernährung bis hin zu regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen: Unsere Experten um Sektionsleiter Dr. med. Eckard Martens stehen Ihnen mit Rat und Tat beiseite, wenn Ihnen eine Gastritis oder Sodbrennen auf den Magen schlagen.

Wir bieten endoskopische Untersuchungen mit hoher Qualität in der Technik und Patientensicherheit.

Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes und der Leber, die nicht in der Praxis unserer niedergelassenen Kollegen behandelt werden können, werden von uns versorgt. Als Beispiel sind hier zu nennen: die Erweiterung der Speiseröhre bei entzündlichen und tumorösen Engen, die Punktion von Organen zur Diagnostik, die Abtragung von großen komplizierten Polypen an der Speiseröhre, dem Magen und im Darm (ESD, EMR), die endoskopischen Entfernung von Gallensteinen, die Anlage von Drainagen der Leber (PTCD) oder radiologische Verfahren (TIPS / TACE).

Häufig behandelte Krankheiten

  • Gastritis (Magenschleimhautentzündung)

    Unter einer Gastritis versteht man eine akute oder chronische Entzündung der Magenschleimhaut. Eine Magenschleimhautentzündung kann als akutes Ereignis aber auch als chronische Erkrankung vorkommen.

    Symptome

    Eine akute Gastritis geht meist mit Schmerzen im Oberbauch, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen, Blähungen und Übelkeit einher. Eine chronische Gastritis verursacht nicht immer Beschwerden.

    Ursachen

    Grundsätzlich tritt eine Schädigung der Magenschleimhaut immer dann auf, wenn es zu einem Ungleichgewicht zwischen schützenden Faktoren (z. B. Schleimproduktion) und schädigenden Faktoren (z. B. Arzneimittel, bakterielle Infektion) kommt. Zu den Hauptursachen einer Gastritis zählen Autoimmunerkrankungen, Bakterien (z.B. Heliopacter pylori) und chemische Einflüsse (z.B. Rückfluss von Gallensäure in den Magen).

    Diagnose

    Eine sichere Diagnose kann nur durch eine Magenspiegelung (Gastroskopie) gestellt werden. Dabei werden die Funktion von Magenein- und -ausgang beurteilt, Magengeschwüre gesichtet und kleine Gewebeproben aus der Magenschleimhaut entnommen.

    Behandlung

    Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Bei akuter Gastritis kann es reichen, den Magen etwas zu schonen, da sie nach Beseitigung der Ursache in der Regel spontan ausheilt. Vor allem bei chronischer Gastritis haben sich Medikamente bewährt, welche die Magensäure binden oder reduzieren Eine Behandlung kann mit Säureblockern (z. B. Antazida, H2-Blocker) erfolgen.

    Tipp: Als vorbeugende Maßnahme bei Gastritis sollten Sie wie Alkohol oder Zigaretten meiden und Ihre Ernährung auf eine leichte Vollkost umstellen.

  • Reflux (Sodbrennen)

    Die Refluxkrankhheit bezeichnet einen vermehrten Rückfluss von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre infolge eines gestörten Verschlussmechanismus des unteren Speiseröhrenschließmuskels. Rund 10 Prozent der Bevölkerung leiden an dieser unangenehmen Erkrankung.

    Symptome

    Zu den häufigsten Beschwerden zählen Sodbrennen (besonders nach Mahlzeiten),  saures Aufstoßen, schmerzhafte Schluckbeschwerden, Druckgefühl hinter dem Brustbein und in einzelnen Fällen Reizhusten und Heiserkeit. Häufig verstärken sich die Beschwerden im Liegen sowie durch Bücken oder bei Anstrengung.

    Ursachen

    Mehrere Faktoren kommen als Ursachen der Refluxkrankheit infrage: der untere Schließmuskel der Speiseröhre ist zu schwach, der Durchtritt der Speiseröhre durch das Zwerchfell ist zu groß, anatomische Besonderheiten verhindern einen Verschluss des Magens nach oben. Übergewicht, Alkohol, Nikotin und bestimmte Medikamente erhöhen das Risiko weiterhin, dass Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließt.

    Diagnose

    Eine sichere Diagnose kann in der Regel nur durch eine Magenspiegelung gestellt werden Die typischen Beschwerden, wie nächtliches Sodbrennen, geben dem Arzt erste Hinweise auf das Vorliegen der Krankheit. Die Gastroskopie dient dazu, Krankheiten, die ebenfalls Brustschmerzen verursachen, auszuschließen. In der Magenspiegelung erkennt der Arzt eventuelle Veränderungen der Schleimhaut. Gegebenenfalls entnimmt er während der Magenspiegelung Gewebeproben (Biopsien), die feingeweblich untersucht werden.

    Behandlung

    Eine medikamentöse Therapie zielt darauf ab, die Histamin-Rezeptoren zu blockieren, die den Magen zur Bildung von Magensäure anregen. Protonenpumpenhemmer verhindern die Produktion von Magensäure. Ihre Einnahme kann nicht nur die Symptome lindern, sondern auch die entstanden Schäden an der Speiseröhrenschleimhaut heilen. Tritt durch Medikamente keine Besserung ein, kann ein operativer Eingriff helfen. Eine Option ist die Korrektur der Magenöffnung und eine gleichzeitige Blockade der Magensäure. Weniger invasive Möglichkeiten werden mit Hilfe einer endoskopischen Therapie durchgeführt und beinhalten die Straffung des zu lockeren Magenpförtnermuskels und die Linderung von Blockaden des Narbengewebes durch Ballons.


Folgende Leistungen bieten wir Ihnen an:

  • Gastro- und Coloskopien unter Einschluss aller diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen (zum Beispiel Polypektomie, Blutstillung, Sklerosierung, Clipping, Loop- und Gummibandligatur, bipolare Elektrokoagulation und Argon-Plasma-Koagulation). Anlage von perkutanen Ernährungssonden (PEG/PEJ), Einlage von Endoprothesen und Stents.
  • ERCP unter Einschluss von Papillotomie, Dilatation, Stenting und Einlage von Endoprothesen
  • Diagnostische und therapeutische PTC
  • Video-Endo-Kapsel
  • Endosonografie
  • Doppel-Ballon-Enteroskopie
  • H2-Atemtest
Dr. med. E. Martens

Dr. med. E. Martens

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Krebserkrankungen der Organe im Bauchraum behandeln wir in unserem Darm-Magen-Zentrum.