Kardio-MRT (Herz-MRT)

Die Herz-MRT ist ein bildgebendes Verfahren zur zielgenauen Untersuchung des Herzens. Vorteil: Das Diagnoseverfahren ist für Patienten völlig strahlungsfrei und liefert Bewegtbilder des Herzens und der herznahen Gefäße in dreidimensionaler Darstellung. Diese nicht-invasive Untersuchungsmethode erlaubt bei einer relativ kurzen Untersuchungsdauer von rund 30 bis 45 Minuten eindeutige Rückschlüsse darauf, in welchem Teil des Herzens eine Erkrankung vorliegt. 

Herzdiagnostik in 3D

Durchgeführt werden die Untersuchungen von Priv. Doz. Dr. med. Henning Steen, der als bundesweit renommierter Spezialist für dieses innovative und schonende Diagnoseverfahren gilt (lesen Sie hierzu auch die Artikel auf abendblatt.de und aerzteblatt.de). 

PD Dr. Henning Steen

PD Dr. Henning Steen

  • Lebenslauf

    Geburtsdatum12.05.1972
    GeburtsortWeener / Ostfriesland
    1993 – 1995Beginn des Studiums der Humanmedizin mit Vorklinik an der Medizinische Hochschule Hannover (MHH)
    1995 – 1999Erster und zweiter klinischer Abschnitt (MHH)
    1999 – 2000

    Praktisches Jahr

    Anästhesie MHH und im Kantonsspital Basel / Bruderholz
    Chirurgie in Johannesburg und Herzchirurgie an der MHH
    Innere Medizin an der MHH

    05/2000 Abschluss des Humanmedizinstudiums an der MHH
    08/2000Promotion: „Laborexperimentelle Untersuchungen zum Einfluss der lateralen Resolution des Ultraschalls auf die Darstellbarkeit von piezomarkierten Herzkathetern“ (Prof. Dr. Gerd Hausdorf†,Medizinische Hochschule Hannover), Note: “magna cum laude“
    07/2000 – 01/2002 Arzt im Praktikum an der Universitätsklinik Lübeck in der Abteilung Kardiologie, Prof. Dr. med. Hugo A. Katus
    10-12/2001Kardio MRT- Kursus / Ausbildung am Royal Brompton Hospital in London, Prof. Dudley Pennell
    01/2002 - 03/2002Assistenzarzt an der Universitätsklinik Lübeck in der Abteilung Kardiologie, Prof. Dr. med. Hugo A. Katus
    04/2002-06/2002Assistenzarzt an der Universitätsklinik Heidelberg in der Abteilung Kardiologie, Prof. Dr. med. Hugo A. Katus
    07/2002-06/2004Post-Doc Research Fellow am Johns Hopkins Hospital in Baltimore, USA. Abteilung für Kardiologie: Non–invasive Cardiac Imaging, Prof. Joao A. C. Lima und für Radiologie: Prof. Dr. Matthias Stuber
    07/2004-08/2010Assistenzarzt an der Universitätsklinik Heidelberg in der Abteilung Kardiologie, Prof. Dr. med. Hugo A. Katus
    07/2004-08/2010Wissenschaftlicher Leiter des Kardio-MRT Heidelberg
    09/2009Facharzt Innere Medizin
    09/2010-03/2013Funktionsoberarzt und Gesamtleiter des Kardio-MRT Heidelberg
    09/2011Teilgebietsanerkennung für Kardiologie
    01/2012Habilitation auf dem Fachgebiet der Inneren Medizin, Thema: „Cardiovascular Magnetic Resonance BiomarkerImaging for Morphological, Immuno-histochemical, Serological and Functional Characterization of Atherosclerotic Stages, Myocardial Necrosis and their Sequelae“
    09/2012Zusatzbezeichnung `Magnetresonanztomographie für Innere Medizin`
    07/2013-05/2014 Leitender Arzt für nicht-invasive kardiale Bildgebung und Diagnostik des Herz-Neuro-Zentrums Bodensee (sowohl Konstanz als auch Kreuzlingen)
    Seit 06/2014Mitbetreiber der kardiologischen Praxen „Kardiologie am Bodensee“ in Kreuzlingen und CORDIAG in Oerlikon, Zürich
  • Schwerpunkte in der klinischen Forschung

    • Biomarker Imaging: Korrelation serologischer Infarkt- und Herzinsuffizienzmarker (Troponin und NT pro BNP) mit morphologischen und funktionellen Aspekten des Kardio-MRT
    • Kardiomyopathien: Genotypisierung und Superphänotypisierung verschiedener Kardiomyopathieformen im Rahmen des Deutschen Genomforschungsnetzes, des Deutschen Zentrums für Herzkreislauferkrankungen, (BMBF, DFG, NGFN, etc.)
    • Diastolische Funktion: Messung der diastolischen Funktion mittels MRT SENC-Imaging und Phasenkontrast-MRT Vitalitätsdiagnostik (in Kooperation der Johns Hopkins University, Baltimore, USA und Philips Healthcare)
    • Strain Imaging: Klinische Anwendung der myokardialen Strain-Messungen (SENC) im Rahmen der Ischämie- und Vitalitätsdiagnostik (in Kooperation der Johns Hopkins University, Baltimore, USA)
    • Akut MRT: Einsatz von Kardio MRT in der Differentialdiagnostik bei Chest-Pain Unit Patienten mit unklaren thorakalen Beschwerden sowie zum Ausschluss eines akuten Koronarsyndroms
    • Normalkollektiv: Quantifizierung eines Normalkollektives von 200 Patienten mit Erhebung von MRT-Normalwerten für Funktion und Morphologie sowie für verschiedene innovative MRT Parameter (Strain, Mapping, T2*, Narben).
    • Echo-MRT: Vergleich von MR-tomographischen systolischen und diastolischen Funktionsparametern mit der 2D- und 3D Echokardiographie
    • Amyloidose: Nicht invasive MR-tomographisch morphologische und funktionelle Gewebecharakterisierung (Strain, Mapping, Late Enhancement) im Rahmen des Deutschen Amyloidosezentrums, Heidelberg
    • Transplantation: Morphologische und funktionelle Gewebecharakterisierung sowie nicht-invasive Risikostratifizierung der Transplantatvaskulopathie
    • Mapping MRT: Quantifizierung von myokardialer Fibrose bei verschiedenen Kardiomyopathieformen und Speichererkrankungen
  • Mitgliedschaften und Gutachtertätigkeiten

    Mitglied in Fachgesellschaften

    • Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK)
    • Society of Cardiovascular Magnetic Resonance (SCMR)

    Gutachtertätigkeiten für folgende Fachzeitschriften

    • Circulation (Circ)
    • Circulation Cardiovascular Imaging (Circ CVI)
    • Journal of the American College of Cardiology (JACC)
    • JACC Imaging
    • Radiology
    • European Heart Journal (EHJ)
    • Clinical Research in Cardiology (CRIC)
    • Journal of Cardiovascular Magnetic Resonance (JCMR)
  • Publikationen

    Ausgewählte Publikationen | Zentrum Innere Medizin Priv. Doz. Dr. med. Henning Steen 

Einsatz der Kardio-MRT

Durch die akkurate Darstellung lassen sich im neuen Kardio-MRT im Marienkrankenhaus selbst komplizierte anatomische Strukturen des Herzens und seiner Funktion diagnostizieren.

  • Herzkranzgefäßverengungen (Koronarstenosen) führen am Herzmuskel (Myokard) zu Durchblutungsstörungen mit häufigem Gefühl der Brustenge (Angina pectoris). Durch Verabreichung des Moleküls Adenosin im Rahmen einer sogenannten Stress-MRT können Ärzte die Myokarddurchblutung bei Belastungsbedingungen testen. Mögliche Durchblutungsstörungen (Myokardischämie)  können so hochgenau dargestellt werden. Das Kardio-MRT ist inzwischen für diese Art der Fragestellung die anerkannte und empfohlene Referenzmethode. Sie ist der Nuklearmedizin (Szintigraphie) diesbezüglich überlegen und der Herzkatheterdiagnostik ebenbürtig. Auf der Grundlage der Kardio-MRT-Stressergebnisse kann über das weitere therapeutische Prozedere entschieden werden.
  • Nach einem stattgehabten Herzinfarkt, also dem Verschluss einer Herzkranzarterie mit Verlust von Myokardgewebe, kann mittels Kardio-MRT genau unterschieden werden, welche Gebiete des Myokards unwiederbringlich erkrankt sind und welche sich durch entsprechende Behandlungsmethoden zur Steigerung der Durchblutung (Herzkatheter / Bypassoperation) verbessern lassen.
  • Bei Entzündungen des Herzmuskels oder Herzbeutels (Myokarditis, Perikarditis) kann mittels Kardio-MRT exakt das Ausmaß und die Verteilung der akuten Entzündung im Herzen gesehen  und nach nach drei bis sechs Monaten der Verlauf beurteilt werden.
  • Auch unklare Veränderungen der Herzfunktion, der Herzmuskelmasse oder der Herzgröße (so genannte Kardiomyopathien) sowie angeborene Herzfehler oder erworbene Herzklappenerkrankungen (Klappenvitien), können mittels Kardio-MRT exakt untersucht werden, um im Anschluss gemeinsame Therapieoptionen zu diskutieren oder festzulegen.
Kardio-MRT_LV_Hypertrophie
Zeichen einer deutlichen Herzmuskelverdickung im Vierkammerblick (Hyper-trophie) bei einem Patienten mit Amyloidose
Kardio-MRT_Kardiomyopathie
Erweitertes Herz mit ausgeprägter Pumpschwäche (dilatative Kardiomyopathie
Kardio-MRT_Vorderwandinfarkt
Kontrastmittel-Spätaufnahmen (Late Enhancement) bei einem Patienten mit Vorderwand-infarkt. Zusätzlicher Herz-spitzenthrombus mit Gefahr einer Loslösung und der möglichen Folge eines Schlaganfalls nach dem Herzinfarkt
Kardio-MRT_Pulmonalisangiographie
Kontrastmittel gestützte Darstellung der arteriellen Lungengefäße (Pulmonalisangiographie)

Ablauf der Kardio-MRT

Während der gesamten Untersuchung im Kardio-MRT - die ambulant durchgeführt wird - steht den Patienten stets ein Kardiologe zur Seite.

Zu Beginn erhalten Patienten ein persönliches Aufklärungsgespräch. Während der Untersuchung und je nach diagnostischer Fragestellung werden die entsprechenden Medikamente bzw. ein MRT-Kontrastmittel über einen venösen Gefäßzugang gegeben. Auch dies geschieht selbstverständlich unter ärztlicher Betreuung.

Zur Untersuchung müssen Sie nicht nüchtern erscheinen. Bitte beachten Sie jedoch, dass Sie 12 Stunden vor der Untersuchung keine koffeinhaltigen Getränke (Kaffee, Tee, Energy-Drinks) oder Schokolade zu sich nehmen dürfen. Das wird die Untersuchungsergebnisse verfälschen. Lesen Sie mehr dazu weiter unter "Kardio-MRT Praktische Tipps" auf dieser Seite.

Direkt im Anschluss an die Untersuchung erfolgt ein eingehendes Nachgespräch. Auf Wunsch wird ärztlicherseits Kontakt zum einweisenden Arzt aufgenommen. Die Patienten erhalten nach der Untersuchung eine eigene Report-CD. 

Vorbereitungen zur Untersuchung einer Patientin im Kardio-MRT.
  • Ihr persönlicher Herz-Check

    Menschen, deren Eltern einen Herzinfarkt oder ein schwaches Herz hatten, haben selbst ein erhöhtes Risiko für eine solche Herzerkrankung. Denn: Herzerkrankungen sind häufig familiär bedingt. Wie gesund ist also Ihr Herz wirklich?

    Mit Hilfe einer hochgradig innovativen Software schauen unsere Experten für kardiale Bildgebung buchstäblich mit der Lupe ins Herz und können sofort die kleinsten Anzeichen von Herzerkrankungen aufdecken. Vorteil für Patienten eines Herz-Checks im neuen Kardio-MRT: Durch die äußerst frühzeitige Identifizierung einer bislang unauffälligen Herzschwäche können Patienten von Beginn an eine für sie bestmögliche Behandlung erfahren.

    Die MR-Untersuchung ist dabei vergleichbar einer nichtinvasiven Gewebebiopsie. Das heißt, durch die besondere Gewebecharakterisierung des Herzmuskels können Priv. Doz. Dr. Steen und seine Kollegen erkennen, wie sich der Herzmuskel zusammensetzt, und ob das Bindegewebe des Herzens krankhaft verändert ist (Fibrose). Bei einem ersten Anzeichen während der Untersuchung kann durch die zusätzliche Gabe von Kontrastmitteln die Veränderung noch detaillierter dargestellt werden. Darüber hinaus kann durch eine ultragenaue 3D-Funktionsmessung des Herzens die Pumpkraft des Herzmuskels überprüft werden: Per computeranimierter 3D-Bewegung im MRT wird die Qualität der Muskelkontraktion untersucht, also ob sich der Herzmuskel optimal zusammenzieht.

  • Studie: Herz-Check bei Krebspatienten

    Verändern chemische Substanzen bzw. Medikamente die Herzmuskelzellen und schädigen sie damit das Herzgewebe und die Herzfunktion? Eine spezielle Untersuchung bei Krebspatienten soll vor, während und nach der Therapie rechtzeitig mögliche Veränderungen des Herzens aufzeigen, so dass frühzeitig einer Herzerkrankung entgegengesteuert werden kann.

    Strahlungsfreier Herz-Check bei Krebspatienten

    Insgesamt 50 Patienten und Patientinnen können ab Sommer 2017 an einer neuen „Kardio-Onko-Studie“ teilnehmen. Während ihrer originären Behandlung durch eine Strahlen- oder Chemotherapie im Zertifizierten Onkologischen Zentrum am Marienkrankenhaus werden sie zusätzlich durch ein kardiologisches Expertenteam intensiv untersucht und betreut. 

    Ablauf der kardiologischen Untersuchungen

    Vor dem Beginn der onkologischen Therapie erfolgt eine eingängige Herzuntersuchung mit Anamnese, Blutuntersuchung sowie Untersuchungen durch Echokardiographie, Kardio-MRT und unter Herzbelastung. Einige Wochen nach der ersten Gabe der Medikamente (Chemotherapie) oder Bestrahlung untersuchen die Kardiologen erneut die Herzfunktion und das Herzgewebe. Nach einer gewissen Therapiezeit erfolgt dann die letzte Herzuntersuchung. Sollten während der Behandlung Auffälligkeiten bestehen und eine Verschlechterung des Herzens festgestellt werden, kann frühzeitig einer angehenden Herzerkrankung entgegengewirkt werden. 

    Hintergrund

    Patienten, die wegen einer Tumorerkrankung mit einer Chemo- und/oder Strahlentherapie behandelt werden, haben ein erhöhtes Risiko für eine therapiebedingte Herzschädigung. Neben einer frühzeitigen Verkalkung (Arteriosklerose) der Herzkranzgefäße oder einer Herzbeutelentzündung kann eine Krebstherapie auch zu Herzklappenkrankheiten, Herzmuskelvernarbung oder Herzpumpschwäche (Herzinsuffizienz) führen. Chemotherapeutika können Entzündungen des Herzbeutels, des Herzmuskels, Herzrhythmusstörungen sowie eine Herzschwäche auslösen. Eine Herzschädigung kann sich auch erst Jahrzehnte nach der Behandlung bemerkbar machen und hat somit einen Einfluss auf das Gesamtüberleben der Patienten. 

    Ziel der Studie

    Ziel der Studie ist es, die Schädigung des Herzmuskels (Myokards) im Rahmen einer Strahlentherapie bzw. einer Chemotherapie bei Tumorpatienten mittels der kardialen Magnetresonanztomographie (Kardio-MRT) zu untersuchen und frühzeitig zu detektieren, um rechtzeitig eine Therapie einleiten zu können.

    Anmeldung zur Studie

    Sollten Sie Interesse an den zusätzlichen Untersuchungen Ihres Herzens haben, sprechen Sie gern Ihre Ärztin bzw. Ihren Arzt im Marienkrankenhaus an.

    Da eine Teilnahme an bestimmte Voraussetzungen gebunden ist - Art der Krebserkrankung sowie bestimmte Vorerkrankungen - besprechen Sie bitte gemeinsam mit unseren Ärzten, ob Sie als Studienteilnehmer in Frage kommen.

    Für weitere Fragen steht Ihnen unsere Study-Nurse, Birgit Petersen, unter 040 25 46 - 25 51 oder E-Mail zur Seite.

Logo der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie
Das Marienkrankenhaus ist von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie als Zentrum für Kardiale Magnetresonanztomographie zertifiziert

Wie bekomme ich die Untersuchung?

Damit die Kardio-MRT als diagnostische Methode zielgerichtet zum Einsatz kommt, ist eine Überweisung durch einen Kardiologen sinnvoll. Mittlerweile haben einige spezialisierte Zentren mit kardiologischem Schwerpunkt die Kardio-MRT in das Leistungsspektrum integriert.

Wer führt die MRT durch?

Priv. Doz. Dr. med. Henning Steen führt das Bildgebungsverfahren eigenhändig und mit einer hohen Fachkompetenz durch. Der Patient befindet sich die gesamte Zeit über in der persönlichen Betreuung durch den Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie. Das spart Zeit und garantiert eine individuelle und fachkompetente Diagnostik und Beratung.

  • Kardio-MRT: praktische Tipps

    • Die Untersuchung muss nicht nüchtern durchgeführt werden.
    • Angabe der Fragestellung (z. B. Adenosin-Stress, Myokarditis, Aortenektasie) bitte mitbringen.
    • Soweit möglich: Vorbefunde von Herzkatheter, Echokardiographie, Ergometrie, Szintigraphie bitte mitbringen.
    • Bei Platzangst (Klaustrophobie): Sollte die Gabe eines Beruhigungsmittels notwendig werden, ist eine Begleitperson erwünscht. Es gilt keine Fahrerlaubnis oder aktive Teilnahme am Strassenverkehr nach Gabe des Beruhigungsmittels für 24 Stunden (versicherungsrechtliche Gründe).
    • EKG-Elektroden: Eine sehr stark behaarte Brust könnte die Rasur kleinerer Stellen notwendig machen, um EKG-Elektroden mit ausreichendem Hautkontakt kleben zu können.
    • Minderjährige: Einverständniserklärung des/der Erziehungsberechtigten erforderlich.
    • Nur bei Adenosin-Stress Kardio-MRTs: Soweit vorhanden: absetzen von Theophyllin- und Nitropräparaten (in Absprache mit dem zuweisenden Arzt).
    • Absolute Karenz von Kaffee, Tee, Schokolade 12 Stunden vor der Untersuchung.

    *Die in Kaffee, Tee und Schokolade enthaltenen Inhaltsstoffe (sogenannte Xanthinderivate wie z. B. Koffein, Teein) heben die Wirkung des Medikamentes Adenosin vollständig auf. Selbst bei entkoffeiniertem Kaffee, in dem Koffein nur in sehr geringer Konzentration vorhanden ist, ist dies bereits nachweisbar. Eine Herz-stimulierende Wirkung ist damit nicht mehr möglich. Eine auf diese Art und Weise gemessene Myokarddurchblutung unter Ruhebedingungen ist selbst bei höhergradigen Verengungen der Herzkranzarterien praktisch normal und macht in der Regel deshalb keinen Sinn.

  • Häufige Fragen zum Kardio-MRT

    Muss ich nüchtern sein?
    Nein, lediglich 4 Stunden vor Untersuchung nichts mehr essen und trinken.

    Brauche ich einen Überweisungsschein oder Einweisungsschein?
    Sie benötigen einen Einweisungsschein, kein Überweisungsschein! Hierauf sollte die Angabe der Fragestellung (z. B. Adenosin-Stress, Myokarditis, Aortenektasie) vermerkt sein.

    Kann ich auch mit Platzangst untersucht werden?
    Prinzipiell ja. Wir würden Ihnen jedoch ein Beruhigungsmittel verabreichen. Sollte die Gabe eines Beruhigungsmittels notwendig werden, ist eine Begleitperson erwünscht. Keine Erlaubnis zum Autofahren nach Gabe des Beruhigungsmittels für 24 Stunden (versicherungsrechtliche Gründe).

    Ist das MRT-Kontrastmittel das gleiche wie ein Röntgenkontrastmittel?
    Nein. Das MRT-Kontrastmittel Gadolinium enthält kein Jod und somit spielt die Schilddrüsenfunktion keine Rolle. Es ist sehr gut verträglich. Nur bei schwerer Nierenschwäche darf es nicht gegeben werden.

    Liege ich mit dem Kopf außerhalb des Gerätes?
    Während der Untersuchung liegen Sie auf dem Untersuchungstisch mit dem größten Teil Ihres Körpers in der MRT-Röhre. Ihr Kopf befindet sich während der Untersuchung jedoch im Gerät. 

    Ist das MRT unschädlich?
    Ja, es sind keine Röntgenstrahlen! Es handelt sich um kurze Radiowellen-Impulse von ca. 63MHz. Diese regen die Wasserstoffkerne (Protonen) in den Geweben dazu an, elektromagnetische Impulse abzugeben.

    Was für ein Klopfen hört man während der Untersuchung?
    Die klopfenden Geräusche, die durch das schnelle An- und Abschalten der Magnetspulen entstehen, können Sie während der Untersuchung hören.

    Wie lange dauert ein Kardio-MRT?
    Die Untersuchung dauert zwischen ca. 30 bis 60 Minuten, dabei bleiben Sie bitte so ruhig wie möglich liegen.

    Warum muss ich die Luft anhalten während der Bildaufnahme?
    Da sich das Herz schnell bewegt, sind zum Teil atemangehaltene Messungen notwendig (dabei bitte für ca. 10 bis 20 Sekunden die Luft anhalten). Somit bewegt sich das Herz nicht auf und ab wegen der Atmung und die Bilder werden nicht verwackelt.

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