Pneumologie und Pulmologie - Ihre Lungenexperten in Hamburg

Der Fachbereich Pulmologie / Pneumologie (Lungenheilkunde) ist integriert in das Zentrum Innere Medizin im Marienkrankenhaus Hamburg. Die Pneumologie befasst sich mit der Prophylaxe, Erkennung und konservativen Behandlung von Erkrankungen der Atemwege und der Lunge.

In der Pneumologie bieten wir Ihnen folgende Diagnose- und Therapieverfahren:

  • Bronchoskopie (flexibel / starr) unter Einschluss von Biopsiegewinnung, Lavagetechniken, Argon-Plasma-Koagulation, Bronchografie, Implantation von Stents und Endoprothesen, endobronchialer Ultraschall, Sonografie von Thorax, Hals, Abdomen einschließlich Punktion
  • Diagnostische und interventionelle Thorakoskopie
  • Lungenfunktionsuntersuchungen (Spirometrie, Ganzkörper-Bodyplethysmografie unter Einschluss der Diffusionskapazitätsmessung), Thrombose- und Lungenemboliediagnostik
  • Neues in der Behandlung von COPD

    Die COPD (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung) geht mit einer Verengung der Atemwege einher und ist eine Sammelbezeichnung für chronische Erkrankungen der Atemwege. Die Krankheit ist gut behandelbar. Dennoch kann sie lebensgefährlich sein. COPD zählt zu einer der weltweit häufigsten Todesursachen. In Deutschland leiden etwa drei bis fünf Millionen Menschen an einer chronischen Bronchitis im Endstadium (COPD).

    Symptome

    Zu den häufigsten Symptomen dieser Krankheit gehören Atemnot, Husten und Auswurf. Besonders die Ausatmung fällt Betroffenen schwer, da die Atemwege verengt sind. Umgangssprachlich werden diese Symptome als "Raucherlunge" oder "Raucherhusten" bezeichnet.

    Ursachen

    Die Krankheit entsteht durch eine dauerhafte Entzündung und Verengung der Atemwege. Ein Großteil der Betroffenen sind langjährige und starke Raucher oder Menschen, die oft Feinstaub oder anderen Reizstoffen am Arbeitsplatz oder in Ihrer Umwelt ausgesetzt waren. Als Folge der Reizung, kann eine Entzündung in Form einer chronische Bronchitis eintreten, welche sich im Falle weiterer Reizung zu einer chronisch obstruktiven (verschleppten) Bronchitis mit Lungenemphysem entwickeln kann.
    Außerdem - wenn auch in wenigen Fällen - können die Ursachen dieser Krankheiten durch Infektionen der Atemwege entstehen, durch nitrithaltiges Essen (Schinken, Wurst mit Nitritpökelsalz) hervorgerufen werden oder erblich bedingt sein.

    Diagnose

    Die Diagnose erfolgt nach dem individuellen Schweregrad der Erkrankung bei dem Patienten. Nach Schilderungen des Krankheitsverlaufes, kann der Arzt anhand von Merkmalen wie zum Beispiel häufigen Lungenentzündungen, diese Krankheit in vielen Fällen zügig bestimmen. Um den Schweregrad festzustellen, werden neben einer ausführlichen Untersuchung der Lunge auf Atemfunktionen und Volumina (Spirometrie) auch Blutentnahmen durchgeführt und Röntgenbilder erstellt, welche den Verbreitungsgrad von Infektionen und Entzündung aufzeigen. Zusätzlich lässt sich mit Blutgasuntersuchungen die Sauerstoffversorgung der Lunge bestimmen. Das Abhören der Lunge gibt Aufschluss über mögliche Atemgeräusche beim Ein- und Ausatmen, die durch Atemwegsverengungen hervorgerufen werden.

    Behandlung

    Da eine Lungenerkrankung dieses Schweregrades irreversible Folgen hinterlässt, ist es nur möglich das Voranschreiten der Krankheit zu verhindern oder im besten  Fall, komplett zu stoppen. Unerlässlich dafür ist eine Vermeidung weiterer Reizungen der Lunge und Atemwege. Liegt die Ursache bei starkem Zigarettenkonsum, müssen Raucher diesen unverzüglich aufgeben, um einen Therapierfolg zu erzielen. Die Behandlung besteht zu einem Teil aus der Einnahme (meistens Inhalation) verschiedener Medikamente, zum anderen aus körperlichen Trainingsübungen, insbesondere der Lunge. Das Training dient dabei der Erhöhung der körperlichen Belastbarkeit und verringert die Atemnot. 

  • Behandlung der Lungenembolie

    Schmerzen in der Brust, Luftnot und Herzrasen: Nicht immer steckt hinter diesen Symptomen ein Herzinfarkt. Diese Warnzeichen können auch auf eine Lungenembolie hindeuten. Doch auch diese ist lebensgefährlich.

    Symptome

    Die Größe des Gerinnsels entscheidet über die Symptome. Kleine Gerinnsel verursachen lediglich etwas Husten und sonst keine weiteren Beschwerden. Bei großen Embolien kommt es unerwartet zu Atemnot, Brustschmerz, Fieber, blutigem Husten, Angstgefühlen, rasendem Puls, bläulicher Verfärbung der Haut und Bewusstlosigkeit. Löst sich das Gerinnsel sehr langsam, treten die genannten Symptome schubweise auf.

    Ursachen

    Eine Lungenembolie wird überwiegend durch ein Blutgerinnsel ausgelöst, das über die Blutbahn in die Lungengefäße wandert und diese verstopft. Die Folge: der Lungenabschnitt wird nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt. Es kommt zu einem Sauerstoffmangel, der zusätzlich auch das Herz gefährdet. Das Blutgerinnsel, welches die Embolie auslöst, hat seinen Ursprung in den meisten Fällen in den Beinen (Thrombose der Bein- oder Beckenvenen). Diese zeigt sich oft durch eine schmerzhafte und bläuliche Beinschwellung. Bei Herzrhythmusstörungen kann sich das Gerinnsel aber auch direkt im Herzen bilden.

    Diagnose

    Nach einer ausführlichen Anamnese stellt der Arzt die Diagnose anhand von technischen Untersuchungen, die je nach individueller Krankheitsausprägung des Patienten kombiniert werden können. Zur Basisdiagnostik zählen: Röntgenaufnahme des Brustkorbs, eine Elektrokardiografie, die bei größeren Lungenembolien typische Veränderungen zeigen kann, und Untersuchungen der Blutgase bzw. der Sauerstoffsättigung.

    Behandlung

    Wichtig: bei einer akuten Lungenembolie darf sich der Patient wenig bewegen, um das Loslösen weiterer Blutgerinnsel zu vermeiden. Der Arzt leitet sofort eine blutgerinnungshemmende Behandlung mit Heparin ein. Das bewirkt, dass das Gerinnsel nicht weiter wächst und sich auch keine weiteren Gerinnsel bilden können.

    Bei großen Embolien ist die sogenannte Lyse-Therapie das Mittel der Wahl, bei der das Blutgerinnsel mit bestimmten Medikamenten aufgelöst wird. In seltenen Fällen entfernt der Arzt große Gerinnsel mit Hilfe eines Katheters oder einer Operation.

  • Informationen zu Lungenentzündungen

    Nicht nur im Herbst und Winter sind Lungenentzündungen weit verbreitet. „In Deutschland sind pro Jahr rund 500.000 Menschen betroffen“, sagt Olaf Borlich, Leitender Arzt der Pneumologie im Hamburger Marienkrankenhaus: „Davon müssen 200.000 im Krankenhaus behandelt werden – je nach Art der Entzündung und Begleiterkrankungen, wie etwa Diabetes oder Gefäßerkrankungen.“

    Wie wird eine Lungenentzündung festgestellt?
    „Auch für erfahrene Ärzte ist das nicht ganz einfach: Der Hausarzt kann den Patienten abhören, er hat seine Augen, Ohren und Hände. Und mit einem Score-Wert kann er feststellen, ob eine stationäre Behandlung nötig ist."

    Wie sieht die Diagnostik im Krankenhaus aus?
    „Laborbefunde, Röntgenbilder und Ultraschall geben uns in der Regel ein genaues Bild, um die nötigen Maßnahmen einzuleiten. Eine Bronchoskopie ist nur in seltenen Fällen nötig. Die Patienten werden von ihren Ärzten überwiesen, viele kommen auch selbst in die Notaufnahme, wenn sie meinen, dass eine schwerwiegende Erkrankung vorliegt.“

    Ist die Therapie langwierig?
    „Nein, es werden schnell Antibiotika verabreicht, die auf den jeweiligen Erreger abgestimmt sind. Im Krankenhaus meist nicht als Tabletten, sondern zumindest am Anfang intravenös, damit sie schnell und effektiv wirken; ambulant werden in der Regel Antibiotika in Tablettenform eingesetzt. Während die Entzündung abheilt, ist körperliche Schonung nötig, meistens dauert die Therapie fünf bis sieben Tage. Danach sollten die Patienten schnell wieder mobil werden, um die Regeneration zu fördern.“

    Wie entsteht eine Lungenentzündung?
    „Es gibt zahlreiche Formen. Meistens ist es eine bakterielle Entzündung durch verschiedene Erreger, etwa durch direkte Infektion oder eine verschleppte Bronchitis. Auch Viren oder eine Autoimmunerkrankung können die Ursache sein.“

    Kann man Lungenentzündungen vorbeugen?
    „Ja, zum Beispiel durch die jährliche Grippeschutzimpfung oder durch Impfungen gegen Pneumokokken. Besonders gefährdeten Personen mit chronischen Begleiterkrankungen ist das zu empfehlen. Beide Impfungen kann der Hausarzt vornehmen.“ 

Neuer Leitender Arzt

Olaf Borlich (44) ist ab dem 1. September 2017 neuer Leitender Arzt der Pneumologie im Zentrum Innere Medizin am Marienkrankenhaus. Mit seiner breiten pneumologischen Erfahrung wird der Facharzt das Team verstärken. Besondere Expertise besitzt Borlich auf dem Gebiet der Beatmungsentwöhnung (Weaning). Weitere Schwerpunkte sind die Behandlung von COPD, Asthma bronchiale, Bronchialkarzinomen und interstitiellen Lungenerkrankungen. Borlich war zuletzt als Sektionsleiter Pneumologie am Helios Klinikum Schleswig tätig.

Gemeinsam mit den Experten aus der Thoraxchirurgie unter der Leitung von Oberärztin Dr. Vera van Ackeren deckt die Pneumologie im Marienkrankenhaus das gesamte Spektrum der modernen Lungenmedizin ab. Ein wesentlicher Schwerpunkt ist die Behandlung von bösartigen Lungentumoren in Zusammenarbeit mit dem von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Onkologischen Zentrum (Leitung: Chefarzt Prof. Dr. Udo Vanhoefer).

Ihre Experten

Olaf Borlich | Leitender Arzt Pneumologie
Leitender Arzt Pneumologie

Olaf Borlich

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  • Besondere Schwerpunkte

    • COPD, Asthma bronchiale
    • Bronchialkarzinom
    • Beatmungsmedizin
    • Interstitielle Lungenerkrankungen
    • Bronchologie
  • Mitgliedschaft in Fachgesellschaften

    • Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)
    • Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP)
    • Mitteldeutsche Gesellschaft für Pneumologie (MDGP)
    • Deutsche interdisziplinäre Gesellschaft für außerklinische Beatmung (DIGAB)
  • Weiterbildungen

    • Facharzt für Innere Medizin
    • Schwerpunktsbezeichnung Pneumologie
  • Lebenslauf

    Lebenslauf
    Seit 09/2017Leitender Arzt der Pneumologie am Zentrum Innere Medizin,
    Marienkrankenhaus Hamburg 
    07/2016Sektionsleiter Innere Medizin 2 / Pneumologie,
    HELIOS Klinikum Schleswig 
    07/2014Kommissarische Leitung Innere Medizin 2 / Pneumologie,
    HELIOS Klinikum Schleswig  
    07/2013Oberarzt Innere Medizin 2 / Pneumologie, 
    HELIOS Klinikum Schleswig
    09/2011Oberarzt Klinik für Pneumologie,
    Zentralklinik Bad Berka 
    01/2008

    Assistenzarzt Abteilung für Pneumologie und internistische Intensivmedizin,
    Asklepios Klinik Barmbek 

    12/2002Assistenzarzt in der Weiterbildung zum Internisten,
    Klinikum Itzehoe 
    03/2002AiP an der Klinik für diagnostische Radiologie,
    Christian-Albrechts-Universität zu Kiel 
    07/2001AiP in der 1. Medizinischen Abteilung,
    AK Wandsbek Hamburg  
    05/2001AiP in der 1. Medizinischen Klinik,
    Christian-Albrechts-Universität zu Kiel 
    1994-2001Studium der Humanmedizin,
    Christian-Albrechts-Universität zu Kiel 
Dr. med. Josef Aumiller | Pneumologie
Pneumologie

Dr. med. Josef Aumiller

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  • Besondere Schwerpunkte

    • Bronchoskopie / Bronchografie
    • Implantation von Stents und Endoprothesen
    • endobronchialer Ultraschall
    • Lungenfunktionsuntersuchungen
    • Thrombose- und Lungenemboliediagnostik
Dierik Lenkens | Oberarzt
Oberarzt

Dierik Lenkens

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  • Besondere Schwerpunkte

    • Beatmungsmedizin
    • NIV-Therapie
    • Weaning
    • interstitielle Lungenerkrankungen
  • Mitgliedschaft in Fachgesellschaften

    • Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin
    • Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin 
    • European Respiratory Society
       
  • Weiterbildungen

    • Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie
    • Notfallmedizin
    • Qualifikation zum leitenden Notarzt

Daniel Groschinski | Atmungstherapeut (DGP)
Atmungstherapeut (DGP)

Daniel Groschinski

Einweiserhotline (Mo. - Fr. 08.00 - 15.00 Uhr)

Claudia Kassub

Claudia Kassub

  • Anmeldung zum Weaning

    pneumologie

    Beratungstermin

    Befunde / Berichte (PDF, JPG etc.)

  • Anmeldung zum Weaning (PDF)

    Das Anmeldeformular zum Download finden Sie hier

    Wenn Sie einen Patienten bei uns anmelden möchten, senden Sie bitte das ausgefüllte Formular per Fax an 040 / 25 46 - 22 80. 

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    kardiologie

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Fragen zur stationären Aufnahme? Schreiben Sie eine E-Mail oder rufen Sie uns an unter Tel. 040/25 46-22 81.

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