Pneumologie und Pulmologie

Der Fachbereich Pulmologie / Pneumologie (Lungenheilkunde) ist integriert in das Zentrum Innere Medizin. Die Pneumologie befasst sich mit der Prophylaxe, Erkennung und konservativen Behandlung von Erkrankungen der Atemwege und der Lunge.

In der Pneumologie bieten wir Ihnen im Marienkrankenhaus folgende Diagnose- und Therapieverfahren an:

  • Bronchoskopie (flexibel / starr) unter Einschluss von Biopsiegewinnung, Lavagetechniken, Argon-Plasma-Koagulation, Bronchografie, Implantation von Stents und Endoprothesen, endobronchialer Ultraschall, Sonografie von Thorax, Hals, Abdomen einschließlich Punktion

  • Diagnostische und interventionelle Thorakoskopie

  • Lungenfunktionsuntersuchungen (Spirometrie, Ganzkörper-Bodyplethysmografie unter Einschluss der Diffusionskapazitätsmessung), Thrombose- und Lungenemboliediagnostik

Oberarzt Pneumologie

Dr. med. J. Aumiller

Dr. med. J. Aumiller

  • Was ist eine Lungenembolie?

    Schmerzen in der Brust, Luftnot und Herzrasen: Nicht immer steckt hinter diesen Symptomen ein Herzinfarkt. Diese Warnzeichen können auch auf eine Lungenembolie hindeuten. Doch auch diese ist lebensgefährlich.

    Symptome

    Die Größe des Gerinnsels entscheidet über die Symptome. Kleine Gerinnsel verursachen lediglich etwas Husten und sonst keine weiteren Beschwerden. Bei großen Embolien kommt es unerwartet zu Atemnot, Brustschmerz, Fieber, blutigem Husten, Angstgefühlen, rasendem Puls, bläulicher Verfärbung der Haut und Bewusstlosigkeit. Löst sich das Gerinnsel sehr langsam, treten die genannten Symptome schubweise auf.

    Ursachen

    Eine Lungenembolie wird überwiegend durch ein Blutgerinnsel ausgelöst, das über die Blutbahn in die Lungengefäße wandert und diese verstopft. Die Folge: der Lungenabschnitt wird nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt. Es kommt zu einem Sauerstoffmangel, der zusätzlich auch das Herz gefährdet. Das Blutgerinnsel, welches die Embolie auslöst, hat seinen Ursprung in den meisten Fällen in den Beinen (Thrombose der Bein- oder Beckenvenen). Diese zeigt sich oft durch eine schmerzhafte und bläuliche Beinschwellung. Bei Herzrhythmusstörungen kann sich das Gerinnsel aber auch direkt im Herzen bilden.

    Diagnose

    Nach einer ausführlichen Anamnese stellt der Arzt die Diagnose anhand von technischen Untersuchungen, die je nach individueller Krankheitsausprägung des Patienten kombiniert werden können. Zur Basisdiagnostik zählen: Röntgenaufnahme des Brustkorbs, eine Elektrokardiografie, die bei größeren Lungenembolien typische Veränderungen zeigen kann, und Untersuchungen der Blutgase bzw. der Sauerstoffsättigung.

    Behandlung

    Wichtig: bei einer akuten Lungenembolie darf sich der Patient wenig bewegen, um das Loslösen weiterer Blutgerinnsel zu vermeiden. Der Arzt leitet sofort eine blutgerinnungshemmende Behandlung mit Heparin ein. Das bewirkt, dass das Gerinnsel nicht weiter wächst und sich auch keine weiteren Gerinnsel bilden können.

    Bei großen Embolien ist die sogenannte Lyse-Therapie das Mittel der Wahl, bei der das Blutgerinnsel mit bestimmten Medikamenten aufgelöst wird. In seltenen Fällen entfernt der Arzt große Gerinnsel mit Hilfe eines Katheters oder einer Operation.

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