Unsere Schwerpunkte

In unserer Neurologischen Klinik werden sämtliche Erkrankungen aus dem Fachgebiet kompetent therapiert. Um Ihnen Orientierung und einen Überblick zu unseren Behandlungsschwerpunkten zu geben, möchten wir Sie hier über die häufigsten Krankheitsbilder informieren, die in unserer Klinik behandelt werden.

  • Schlaganfall / Hirninfarkt

    Einen „Schlaganfall“ oder auch Hirninfarkt bezeichnet eine plötzlich oder innerhalb kürzester Zeit auftretende Erkrankung des Gehirns. Diese erscheint oftmals wie ein „Blitz aus heiterem Himmel“ und führt zu einem anhaltenden Ausfall von Funktionen des zentralen Nervensystems. Auch wenn die Sterblichkeit bei Schlaganfällen in den letzten Jahren gesunken ist, zählt dieser weiterhin zu den häufigsten und schwerwiegendsten Erkrankungen. Aber auch hier gibt es Therapie- und vorbeugende Maßnahmen, die das Schlaganfallrisiko senken können.

    Symptome und Anzeichen für einen Schlaganfall

    Abhängig vom betroffenen Bereich des Gehirns und auch des Geschlechts zeigen sich unterschiedliche Symptome. Bei Männern, die häufiger von einem Schlaganfall betroffen sind, zeigen sich oftmals die typischen Anzeichen wie Lähmungen, Sprachstörungen und Kopfschmerzen. Bei Frauen hingegen können zusätzlich zu den typischen Symptomen Übelkeit und Erbrechen sowie Glieder- und Gesichtsschmerzen auftreten.

    Ursachen

    Ursächlich wird der Schlaganfall in einen ischämischen Infarkt und eine Hirnblutung unterschieden. Der ischämische Infarkt stellt hier die häufigste Ursache eines Schlaganfalls dar, der durch eine Verengung oder Verschließung eines oder mehrere Blutgefäße im Gehirn entsteht. Diese Verengungen und Verschließungen sind Folgen von Gefäßverkalkungen und Blutgerinnseln, die sich aus dem Herzen lösen können.

    Diagnose

    Um die Diagnose eines Schlaganfalls zu stellen, erfolgt eine körperliche Untersuchung verschiedener Funktionen, wie unter anderem der Beweglichkeit von Armen und Beinen sowie der Sprache. Ergänzt wird die körperliche Untersuchung durch bildgebende Verfahren wie eine Computertomografie.

    Behandlung

    Die Behandlung der Patienten, die einen Schlaganfall erlitten haben, erfolgt auf einer Spezialstation für Schlaganfallpatienten, der „Stroke Unit“. Zur Auflösung der Verengung oder Verschließung des Blutgefäßes wird eine bestimmte Medikation eingesetzt, die Lysetherapie. Daneben besteht die weitere Behandlung in der Rehabilitation, um die Bewegung und Selbständigkeit der Patienten wieder herzustellen und zu fördern.

    Seit neuestem bietet das Marienkrankenhaus als besonderen Schwerpunkt die interventionelle Neuroradiologie an. Insbesondere interventionelle Kathetertechniken zur Behandlung des akuten Schlaganfalles stehen dabei im Mittelpunkt. Mittels eines sogenannten „Stent Retrievers“ wird der Thrombus aufgelöst und entfernt (akute systemische Thrombolyse sowie mechanische Thrombektomie). Mit diesem Stent-Retriever kann ein Thrombus via Katheter aus einer Gehirnarterie mechanisch entfernt werden. Der Stent-Retriever zählt mittlerweile zu den mit Grad-A Evidenz nachgewiesenen Therapien.

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    Frau Steinkellner (Sekretariat des Chefarztes)
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  • Multiple Sklerose

    Die Multiple Sklerose ist eine chronische Autoimmun- und entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, die in Schüben auftritt. Die ersten Anzeichen einer Multiplen Sklerose zeigen sich meist im jungen Erwachsenenalter, wobei Frauen stärker als Männer betroffen sind. Eine Heilung ist bisher nicht möglich, das Fortschreiten der Erkrankung lässt sich jedoch durch eine Medikation gut einstellen und dadurch verlangsamen.

    Symptome

    Da die Multiple Sklerose eine entzündliche Erkrankung ist, die das gesamte zentrale Nervensystem betreffen kann, äußern sich die Symptome sehr unterschiedlich. Mögliche Symptome sind unter anderem Gefühlsstörungen wie Taubheit und Kribbeln in den Armen und Beinen und Kraftlosigkeit. Bezeichnend für die Symptome einer Multiplen Sklerose ist, dass diese sehr plötzlich und aus einem vorherigen Wohlbefinden heraus auftreten. Im späteren Verlauf treten schubweise Lähmungen und Muskelverkrampfungen auf.

    Ursachen

    Eine genaue Ursache für das Auftreten einer Multiplen Sklerose ist nicht vollständig geklärt. Ein Zusammenhang mit einer Fehlregulation des Immunsystems wird vermutet, welches eine Entzündung im Nervensystem auslöst. Auch eine mögliche genetische Vorbelastung, Infektionen mit einem Herpesvirus und bestimmte Umwelteinflüsse werden als Ursache diskutiert.

    Diagnose

    Aufgrund der oftmals unspezifischen Symptome ist eine Diagnosestellung nicht einfach. Es erfolgt ein ausführliches Gespräch zu Symptomen und zum Verlauf der Krankengeschichte sowie eine körperliche neurologische Untersuchung. Ergänzend werden eine Kernspintomografie (MRT) und eine Untersuchung des Nervenwassers durchgeführt.

    Behandlung und Therapie von Multipler Sklerose

    Eine Heilung der Multiplen Sklerose ist bisher nicht möglich, sodass die Behandlung in der Linderung der Beschwerden und der Verlangsamung des Fortschreitens der Erkrankung besteht. Dieses wird durch bestimmte Medikamente zur Symptomlinderung und krankengymnastischen Übungen für eine bessere Beweglichkeit erreicht.

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  • Parkinson

    Bei der Parkinson-Krankheit handelt es sich um eine degenerative Erkrankung des Nervensystems bei der es zu einem fortführenden Verlust von den Zellen im Gehirn kommt. Dieser Zellverlust hat zur Folge, dass wichtige Botenstoffe, die für die Bewegungsabläufe des Körpers notwendig sind, nicht mehr produziert werden können; es kommt zu den für Parkinson charakteristischen Schüttellähmungen. In Deutschland befinden sich die Betroffenen im mittleren Lebensalter, wobei Männer häufiger an Parkinson erkranken als Frauen.

    Symptome und Anzeichen von Parkinson

    Symptomatisch zeigt sich ein einschleichender Prozess der Symptomentwicklung, der von den Betroffenen meist erst später wahrgenommen wird. Die typischen Symptome bestehen hier in der allgemeinen Bewegungsverlangsamung, Zittern in Ruhezuständen und einer Versteifung der Muskeln.

    Ursachen

    Als Ursache ist ein Zellverlust im Gehirn verantwortlich, sodass der Botenstoff Dopamin, der in den Zellen hergestellt und für die Bewegungsabläufe notwendig ist, nicht mehr produziert werden kann.

    Diagnose

    Zur Diagnosestellung erfolgt eine körperliche und neurologische Untersuchung, bei der unter anderem die Bewegungsfunktionen untersucht werden. Mit einer speziellen Computertomografie können die Stoffwechselaktivitäten der Nervenzellen im Gehirn dargestellt werden, um einen möglichen Dopaminmangel festzustellen. Ergänzend dient ein pharmakologischer Funktionstest zur Abklärung der Diagnose, der meist stationär durchgeführt wird.

    Behandlung und Therapie von Parkinson

    Aufgrund des unterschiedlichen Fortschreitens der Erkrankung erfolgt eine individuelle Anpassung der Therapie. Dies kann über verschiedene Medikationen, wie unter anderem die Gabe von Dopamin, aber auch durch krankengymnastische Übungen für kontrollierte Bewegungsabläufe erfolgen. Des Weiteren besteht die Behandlungsmöglichkeit einer operativen Hirnstimulation mittels eines Schrittmachers, der Impulse im Gehirn aussendet, die die Schüttellähmungen verringern.

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  • Epilepsie

    Die Epilepsie bezeichnet ein Krampfleiden, dass durch eine Fehlfunktion im Gehirn ausgelöst wird. Diese am häufigsten auftretende Funktionsstörung des Gehirns ist altersunabhängig und weit verbreitet. Unterschieden werden dabei die genetische Epilepsie und die symptomatische Epilepsie, wobei Zweitere ein Symptom einer anderen Erkrankung und nicht die Grunderkrankung darstellt. Behandlungsnotwendig wird eine Epilepsie nach mehreren epileptischen Anfällen, sie lässt sich medikamentös gut einstellen und sogar heilen.

    Symptome und Anzeichen einer Epilepsie

    Symptomatisch zeigen sich je nach Form der Epilepsie Bewusstseins- und Wahrnehmungsstörungen sowie unkontrollierte Muskelzuckungen (Grand-Mal-Epilepsie). Aber auch ein kurz andauernder erstarrter Blick nach oben und leichte Bewusstseinseinschränkungen (Absencen-Epilepsie) sowie ein plötzliches Fallen (Atonische Epilepsie) stellen Symptome dar.

    Ursachen

    Ursache für das Auftreten einer Epilepsie ist eine weitverbreitete Funktionsstörung des Gehirns, die dazu führt, dass die Nervenzellen unkontrolliert Impulse freisetzen und sich entladen, sodass Krampfanfälle ausgelöst werden. Bei der symptomatischen Epilepsie können Erkrankungen wie u.a. Schlaganfälle und auch Verletzungen wie ein Schädel-Hirn-Trauma ursächlich sein.

    Diagnose

    Zur Diagnosestellung einer Epilepsie werden die Hirnströme im Rahmen einer EEG-Untersuchung (Elektroenzephalografie) gemessen um Funktionsauffälligkeit darzustellen.

    Behandlung und Therapie von Epilepsie

    Als Therapie wird je nach Form der Epilepsie eine medikamentöse Einstellung mit Antiepileptika für eine Anfallsfreiheit umgesetzt. In einzelnen Fällen kann ebenfalls ein operativer Eingriff zur Heilung führen, in dem das epileptische Gewebe entfernt wird.

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