Konsultations- und Referenzzentrum für Vaskulitis-Diagnostik

Das Konsultations- und Referenzzentrum für Vaskulitis-Diagnostik ist Referenzzentrum für das nationale Vaskulitisregister GeVas (German Vasculitis Registry) und Konsultationszentrum für Fragen der histologischen Vaskulitis-Diagnostik.

Unter der Leitung von Frau Dr. med Konstanze Holl-Ulrich steht es Pathologen, Rheumazentren und Rheumatologen, aber auch Ärzten anderer Fachrichtungen für die Interpretation von Gewebeproben mit Vaskulitis zur Verfügung.

Schwerpunkte sind ANCA-assoziierten Vaskulitis-Formen, speziell die Granulomatose mit Polyangiitis (GPA, Morbus Wegener). Hierbei werden Proben aus allen Körperorganen mit der Fragestellung einer Vaskulitis untersucht. Zusammen mit unseren Kooperationspartnern stehen neben konventioneller Histologie auch alle modernen Verfahren der Immunhistochemie und Molekularpathologie zur Verfügung.

  • Was bedeutet Vaskulitis?

    Der Begriff „Vaskulitis“ bezeichnet eine Entzündung der Blutgefäße, die mit vielfältigen Symptomen prinzipiell in allen Organen auftreten kann. Obwohl diese Erkrankungen selten sind, gibt es zahlreiche unterschiedliche Formen mit ähnlichem klinischen und feingeweblichen Bild, die daher bei der Diagnosestellung häufig Schwierigkeiten bereiten. Goldstandard der Diagnosesicherung ist der Nachweis typischer Veränderungen in einer Gewebeprobe. Der Pathologe unterstützt mit seiner Diagnosesicherung am Gewebe den behandelnden Arzt in der Frage, ob es sich tatsächlich um eine Vaskulitis handelt, und welche Form von Vaskulitis vorliegt. Zu den häufigen Formen einer Vaskulitis zählen die Riesenzellarteriitis (Arteriitis temporalis), ANCA-assoziierte Vaskulitis-Formen wie z. B. Granulomatose mit Polyangiitis (GPA, Morbus Wegener) oder die Kleingefäßvaskulitis der Haut (leukozytoklastische Vaskulitis).

  • Für wen ist das Konsultations- und Referenzzentrum tätig?

    Das Konsultations- und Referenzzentrum für Vaskulitis-Diagnostik steht Pathologen, Rheumazentren und Rheumatologen, aber auch Ärzten anderer Fachrichtungen sowie Patienten für die Interpretation von Gewebeproben mit Vaskulitis zur Verfügung.

    Hierbei kann es sinnvoll sein, nicht nur aktuell entnommenes, sondern auch bereits früher entnommenes Gewebe zu untersuchen (z. B. aus vorausgegangenen Operationen).

    Wenn Sie als behandelnder Arzt eine konsiliarische Untersuchung (Zweitmeinung) zu bereits früher entnommenem Gewebe wünschen, ersuchen Sie bitte Ihren Pathologen um direkte Übersendung des Materials an das Konsultations- und Referenzzentrum für Vaskulitis-Diagnostik.

  • Wie soll das Material übersandt werden?

    Für frische Entnahmen ist in aller Regel eine Fixierung in 4 Prozent gepuffertem Formaldehyd (Formalin) ausreichend. Bei Fragestellungen, die Immunfluoreszenz-Untersuchungen erfordern (z. B. IgA-Vaskulitis), bitten wir um vorherige telefonische Kontaktaufnahme.

    Da für sichere Diagnose einer Vaskulitis neben dem feingeweblichen Bild auch die klinischen Symptome und Ergebnisse der Laboruntersuchungen von Bedeutung sind, sollten die wesentlichen klinischen und ananmestischen Informationen beigefügt werden (z. B. Kopie des letzten Arztbriefes).

Leitung

Dr. Konstanze Holl-Ulrich

Dr. Konstanze Holl-Ulrich

  • Motivation

    Unsere Aufgabe als Pathologen sehe ich als Lotsen der Therapie mit hoher Verantwortung. In enger Kooperation mit den behandelnden Ärzten stellen wir unter Nutzung aller modernen Methoden eine möglichst präzise Diagnose und beantworten Fragen. Gleichzeitig eigenes Wissen zu nutzen und zu hinterfragen, weiterzubilden und dabei kontinuierlich selbst zu lernen, sind für mich wesentliche Grundlagen meiner Tätigkeit als Pathologin.

  • Lebenslauf


    Seit 10.2017Leitende Ärztin des Instituts für Pathologie am Marienkrankenhaus zusammen mit Prof. Dr. med. Christoph Thorns
    Seit 2015Gemeinschaftspraxis Pathologie - Hamburg, gleichzeitig Leiterin des Konsultations- und Referenzzentrums für Vaskulitisdiagnostik am Institut für Pathologie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Lübeck
    2015Leitende Oberärztin am Institut für Pathologie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Lübeck

    2015-2004

    Oberärztin am Institut für Pathologie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Lübeck
    Seit 2001Leiterin des Konsultations- und Referenzzentrums für Vaskulitisdiagnostik am Institut für Pathologie  Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Lübeck und Referenzpathologin für das epidemiologische Vaskulitis-Register Schleswig-Holstein
    1997Facharztanerkennung
    1992-2015Assistenzärztin/Fachärztin am Institut für Pathologie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Lübeck 
    1991

    Promotion an der Universität Hamburg

    1989-1992Assistenzärztin am Institut für Pathologie und Abteilung für Osteopathologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
    1988-1989

    Assistenzärztin in der I. Med. Klinik, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

    1987

    Praktisches Jahr an der Tulane University, New Orleans, USA

    1981-1988

    Medizinstudium an der Technischen Universität München und Universität Hamburg

  • Mitgliedschaft in Fachgesellschaften

    • Internationale Akademie für Pathologie, Deutsche Abteilung
    • Bundesverband Deutscher Pathologen

Stellv. Leitung

Prof. Dr. med. Christoph Thorns

Prof. Dr. med. Christoph Thorns

  • Motivation

    Die histopathologische Begutachtung ist in vielen Fällen einer der wichtigsten Bausteine bei der Diagnose von Krankheiten. Mit einer schnellen und präzisen Diagnostik möchte ich meine Kolleginnen und Kollegen darin unterstützen, unsere Patientinnen und Patienten bestmöglich zu versorgen.
  • Lebenslauf


    Seit 2017Leitender Arzt des Instituts für Pathologie am Marienkrankenhaus zusammen mit Dr. med. Konstanze Holl-Ulrich 
    2017-2016Leitung der Sektion für Hämatopathologie und endokrine Pathologie an der Universität Lübeck
    2015Kommissarischer Direktor des Instituts für Pathologie der Universität Lübeck
    2010Professur für Hämatopathologie an der Universität Lübeck
    2015-2008Oberarzt am Institut der Universität Lübeck
    2009

    Habilitation und Venia legendi für das Fach Pathologie zu dem Thema „Das follikuläre Lymphom: eine morphologische, immunistochemische und molekulare Analyse“

    2007Oberarzt am Institut für Pathologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf
    2006 Facharztanerkennung
    2006-1999Facharztausbildung für Pathologie am Institut für Pathologie Universität Lübeck 
    2000 Promotion zum Thema: „Untersuchungen zur Epidemiologie und Pathobiochemie mitochondrialer Erkrankungen am Beispiel der A3243G Mutation des humanen mitochondrialen Genoms“
    1999-1993 

    Studium der Medizin an der Medizinischen Hochschule Hannover

Befundauskunft und Kontakt

Institut für Pathologie
MVZ am Marienkrankenhaus
Alfredstraße 9, 22087 Hamburg
Tel. 040 / 25 46 -27 02 (Sekretariat)
Tel. 040 / 25 46 -27 05 (Befundauskunft) 
Fax 040 / 25 46 - 27 00 
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