Fußchirurgie - Ihre Experten in Hamburg

Die Chirurgie des Fußes hat in den letzten 20 Jahren beeindruckende Fortschritte erfahren. Grundlage hierfür sind das bessere Verständnis der Biomechanik des Fußes, eine deutliche Optimierung in der bildgebenden Diagnostik sowie auch der Möglichkeiten der Ganganalyse und Pedographie. Die klinischen Erfahrungen haben hier umfassend zugenommen. Viele Verfahren, welche eine kurzlebige Modeerscheinung darstellten, wichen akzeptierten und gut evaluierten Konzepten.

Während der junge Mensch vornehmlich durch Unfälle mit Problemen des Fußes konfrontiert ist, stehen beim alten Menschen degenerative Prozesse (Abnutzung) und Formveränderungen im Vordergrund. Neben den Möglichkeiten der orthopädischen Zurichtung von speziellem Schuhwerk über die Einlagenversorgung bis hin zur Anfertigung eines orthopädischen Maßschuhs stehen im Bedarfsfall zur Verfügung auch differenzierte operative Konzepte  zur Verfügung.

Ihr Experte

Dr. med. Jörg Straßer, Fußchirurgie
Fußchirurgie

Dr. med. Jörg Straßer

  • Besondere Spezialisierungen

  • Mitgliedschaft in Fachgesellschaften

    • Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU)
    • Deutsche Vereinigung für Schulter- und Ellenbogenchirurgie (DVSE)
    • Berufsverband Deutscher Chirurgen (BDC)
    • Deutsche Gesellschaft für Fußchirurgie (DGFFC)

Wir setzen auf ein umfassendes Betreuungskonzept "aus einer Hand", das sich seit Jahren bewährt hat. Nach einer ausführlichen Beratung und Untersuchung - meist mit Hilfe von Spezialaufnahmen des Fußes unter Belastung - wird in einem gemeinsamen Gespräch festgelegt, ob eine konservative - das heißt nicht operative - Therapie möglich oder vielleicht sogar besser als eine operative Therapie ist.

Fußchirurgie: aus einer Hand

Wenn eine operative Therapie notwendig ist, sind die möglichst natürliche Wiederherstellung einer ungestörten Funktion des Fußes und die Schmerzbehebung das oberste Ziel. Bei uns werden die meisten Operationen stationär in unserem Hamburger Krankenhaus durchgeführt. Dabei beläuft sich der stationäre Aufenthalt meist auf zwischen zwei und vier Tage.

Zu den häufig behandelten Verletzungen zählen:

  • Degenerative Veränderungen (Hallux valgus)

    Im Laufe des Lebens erträgt der Fuß Schritt für Schritt hohe Belastungen. Schuhwerk, welches keine volle Unterstützung der Kraftaufnahme gewährt, tut das Seine dazu. Mit der Zeit verändert sich die Fußform, so dass sich die Gewölbe mit den Last tragenden Achsen abflachen und auch die Zehenstellung in einem langsam voranschreitenden Prozess sich verändert. Hinzu kommt ein Verschleiß der Knorpelsubstanz.

    Neben Verschleißerscheinungen des Sprunggelenkes, welche im weiteren Verlauf sogar eine Versteifung oder endoprothetische Versorgung erfordern, sind es vornehmlich Achsabweichungen mit auftretenden Druckstellen über dem Fuß, welche auf Dauer einer konservativen Therapie nicht mehr zugänglich sind.

    Häufigste Ursachen für degenerativ bedingte Fußschmerzen sind Hallux valgus und Hammer-/Krallenzehbildung. Der Hallux valgus entsteht meist anlagebedingt, zu enges und falsches Schuhwerk begünstigt aber deutlich das Auftreten und den Verlauf der Erkrankung.

    Schienenversorgungen sind dank verbesserter Werkstoffe schlanker geworden, sie tragen aber immer noch im Schuhwerk auf, so dass sie in der Regel nur in Sportschuhen o.ä. getragen werden können. Diese Schienen können der Verlauf der Erkrankung jedoch nur verlangsamen und sind nur im Anfangsstadium zur Verwendung geeignet. Die Anwendung sollte dann über mehrere Stunden am Tag und die gesamte Nacht erfolgen, was aber nur von wenigen Patienten dauerhaft toleriert wird.

    Therapiemöglichkeiten

    Von wesentlicher Bedeutung ist die eingehende Analyse der Deformität des gesamten Fußes, da oft begleitende Probleme wie z.B. ein Spreizfuß, Plattfuß oder auch Fehlstellungen des Rückfußes bestehen. Es empfiehlt sich ggf. auch eine Pedographie (Messung der Druckverteilung unter dem Fuß) und Ganganalyse, um diese Veränderungen gezielt mit passgenauen Einlagen individuell auf die Probleme des Einzelnen anfertigen zu können. Hierdurch sollen Beschwerden gelindert werden und der Mobilitätsgrad erhalten bleiben.

    Verbleibt aber der Schmerz, ist die Gehstrecke zunehmend eingeschränkt und kann reguläres Konfektionsschuhwerk nicht mehr ohne Druckbeschwerden oder sogar Druckstellen mit chronischen Rötungen getragen werden, so sollte die Indikation zur operativen Korrektur ernsthaft diskutiert werden.

    Es stehen verschiedene operative Techniken zur Auswahl, wobei der Grad der Ausprägung des Hallux Valgus hier die Art und das Ausmaß bestimmen:

    Isolierte Weichteileingriffe, ggf. mit Abtragung der Pseudoexostose (Glättung eines störenden Knochenvorsprungs), diese sind bei gering ausgeprägten Fehlstellungen, also im Frühstadium bei freier Bewegungsfähigkeit in den Zehengelenken ohne Arthrose möglich

    Achsumstellungen / Verschiebungen im Bereich des Mittelfußknochens, welche das Zehengrundgelenk erhalten. Diese Eingriffe werden mit Weichteilkorrekturen kombiniert und erfordern ebenfalls das Abtragen der Pseudoexostose. Das Zehengrundgelenk muss auch hier noch gut beweglich sein und sollte frei von Schmerz und vorangeschrittener Arthrose sein

    Resektionsarthroplastiken erfordern die Entfernung von einem verschlissnen Teil des Gelenkes, wobei auch hier die Kapselplastik und Knochenabtragung kombiniert werden. Eine grobe Fehlstellung und eine deutliche Arthrose sind die Ausgangssituation vor der Operation

    Je weiter die Veränderung vorangeschritten ist, um so aufwendiger ist die erforderliche Rekonstruktionstechnik. Gelenkerhaltende Eingriffe bieten die besten Resultate mit sehr guter Belastungsfähigkeit und gutem funktionellem Ergebnis. Langes Zuwarten bei Voranschreiten der Erkrankung ist also bei der Aufklärung der Patienten in die Beratung bei dem Abwägen des „Für und Wieder“ sicher mit einzubeziehen. 

    Der Hallux Valgus ist kein isoliertes Problem des Fußes. Meist findet sich die Hammer- oder auch Krallenzehendeformität der benachbarten Zehen. Hier ist zunächst der 2. Zeh, dann auch der dritte und vierte betroffen. Typisches Begleitproblem stellt der Sog. Clavus dar, im Volksmund Hühnerauge genannt. Im Frühstadium können auch hier Kapsel- und Sehneneingriffe das Problem beheben. Findet sich aber eine kontrakte Situation, so hilft auch hier eine Resektionsarthroplastik. Der Zeh findet danach wieder ausreichend Platz im normalen Konfektionsschuh.

    Je nach Ausmaß des Eingriffes gestaltet sich auch die Nachbehandlung. Die verschiedenen Techniken verlangen in der Regel eine Teilbelastung des Fußes über 2-6 Wochen (je nach Technik). Diese kann in einem Vorfußentlastungsschuh erfolgen, wodurch die Patienten gut mobil sind. Die Kosten des Eingriffes sowie auch der Vorfußentlastungsschuh werden von den Kassen getragen.

  • Traumatologie des Fußes (Fußbruch)

    Knochenbrüche und Weichteilverletzungen des Fußes müssen sehr ernst genommen werden, da eine Fehlverheilung meist zu erheblichen Problemen führt, welche die Patienten auf Schritt und Tritt verfolgt. Hier ist eine suffiziente Diagnostik und zielorientierte Therapiegestaltung von wesentlicher Bedeutung. Das Team der Unfallchirurgie und Orthopädie ist kompetenter Ansprechpartner in Problemfällen und widmet sich diesen Aufgaben. Es besteht eine enge Kooperation mit den erfahrensten Orthopädietechnikern, sofern eine Einlagenversorgung oder orthopädische Zurichtung von Konfektionsschuhwerk erforderlich ist.

    Die Diagnostik

    Eine konsequente Diagnostik im Sinne von Röntgen und Computertomographie steht hier im Vordergrund. Gegebenenfalls erbringt eine Kernspintomographie noch weitergehende wichtige Informationen. Neben den Brüchen von Mittelfußknochen können bei komplexen Fußtraumata die Fußwurzelknochen mit betroffen sein. Hier ist die Übersicht auf dem konventionellen Röntgenbild häufig limitiert, so dass eine Schnittbilddiagnostik erforderlich ist. So gewinnt der Operateur wichtige Informationen, um letztendlich die operative Strategie festlegen zu können.

    Die Therapie

    Abrissfrakturen des Mittelfußes bedürfen einer zügigen Wiederherstellung der korrekten Stellung und Stabilisierung, wobei am Fuß möglichst wenig Metall einbracht werden sollte, da die Knochenstrukturen nur sehr dünn von Weichteilen bedeckt sind.

    Während die Brüche des Sprungbeines einer sofortigen Wiedereinrichtung und Stabilisierung bedürfen (siehe auch Kindertraumatologie), so erfordert der Bruch des Fersenbeins eine Phase des Abschwellens und der Weichteilberuhigung über mehrere Tage. 

    Eine computertomographische Diagnostik zur Beurteilung der Frakturmorphologie ist zwingend erforderlich. Intraoperativ wenden wir eine multiplanare Rekonstruktion digitaler Röntgenbilder an, welche intraoperativ erhoben werden. Dieses entspricht einer CT-Untersuchung während des operativen Eingriffes, so dass hier die Stellung der Knochenanteile sowie die Lage des eingebrachten Osteosynthesematerials exakt beurteilt werden können. Durch dieses Verfahren wird auch die Qualität der erbrachten Leistung gesichert.

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