Moderne Behandlung von Knochenbrüchen

Knochenbrüche führen neben starken Schmerzen zu einem weitgehenden Funktionsverlust der betroffenen Extremität. Zunächst gilt es, im Rahmen der Primärversorgung eine Stabilisierung zum Beispiel durch einen Gips herbeizuführen und die Schmerzen zu bekämpfen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Jeder einzelne Fall ist exakt zu beurteilen und die Behandlung auf die Bedürfnisse und die Situation des Betroffenen abzustimmen. Neben der konservativen Therapie stehen eine Vielzahl von Operationsverfahren im Marienkrankenhaus zur Verfügung. So können zum Beispiel Brüche der großen Röhrenknochen im Schaftbereich mit intramedullären Kraftträgern, den sogenannten Marknägeln in einem sehr schonenden Operationsverfahren umgehend stabilisiert werden. In der Regel ist eine umgehende Teilbelastungsfähigkeit der Extremität wiederhergestellt.

Liegt ein Bruch eines großen Röhrenknochens mit einer Gelenkbeteiligung vor, oder handelt es sich um einen Bruch nahe einer einliegenden Endoprothese, so können winkelstabile Plattensysteme umgehend die Stabilisierung gewährleisten. Häufig sind diese Plattensysteme in einer minimal invasiven eingeschobenen Technik anwendbar. Auch Marknägel können verwendet werden.

Das Ziel: Heilung und Belastungsfähigkeit 

Ziel ist die Wiederherstellung der korrekten anatomischen Stellung der Bruchfragmente zueinander und die Stabilisierung. Somit wird durch einen möglichst raschen Heilungsprozess die Belastungsfähigkeit erzielt. In jedem Fall soll die sofortige postoperative frühfunktionelle Beübung erfolgen, um die Bewegungsfähigkeit der benachbarten Gelenke des verletzten Bezirkes zu erhalten und die Muskulatur zu trainieren.

In höherem Lebensalter besteht die Gefahr einen hüftgelenksnahen Bruch des Oberschenkels (Oberschenkelhalsbruch) durch einen Sturz zu erleiden. Hier verhelfen Marknägel mit Hüftkomponenten zu einer Wiederherstellung der Form und Funktion. Oft ist die Osteoporose als Begleiterkrankung mit zu berücksichtigen. Nach dem Eingriff steht die Physio- und die physikalische Therapie im Vordergrund, um ein gutes Ergebnis zu erreichen.

Der junge Mensch erleidet häufig durch ein Hochrasanztrauma bei Verkehrsunfällen oder Stürzen aus größerer Höhe Knochenbrüche, wie z.B. Pilonfrakturen, Schienbeinkopfbrüche oder Sprungbeinfrakturen.

Insbesondere Motorradfahrer sind bei Unfällen nicht gut geschützt und erleiden schwere Becken- und Wirbelsäulenverletzungen. Hier ist eine Wiederherstellung der Knochenstellung und Stabilität erforderlich.

Spezialisierung Alterstraumatologie

Das Alterstraumatologische Zentrum am Marienkrankenhaus ist auf die Behandlung betagter Menschen mit frischen Knochenbrüchen spezialisiert. Um ihren besonderen Bedürfnissen gerecht zu werden, arbeiten geriatrische und unfallchirurgische Experten Hand in Hand. 

Unser interdisziplinäres Konzept umfasst neben der Notfallversorgung und operativen Behandlung auch die geriatrisch-internistische Therapie von Begleit- und Grunderkrankungen sowie die Rehabilitation. Durch die enge Verknüpfung der hochspezialisierten Altersmedizin mit modernen Verfahren aus Traumatologie und Endoprothetik können Behandlungsergebnisse optimiert und somit die Lebensqualität erhalten werden.

Kontakt

Sporttraumatologie
Dr. med. Sighart Trautwein
Telefon 040 / 25 46 – 15 97
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Unfallchirurgisch-Orthopädische Sprechstunde
Stütz- und Bewegungsapparat
Telefon 040 / 25 46 – 15 97
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Alterstraumatologie
Dr. med. Sebastian Thöm / Dr. med. Christian Hartmann 
Telefon 040 / 25 46 – 15 02
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  • Knochenbrüche bei Kindern

    Kinder und Jugendliche verhalten sich nicht wie Erwachsene, und sie werden auch nicht so behandelt, wenn es zu Verletzungen kommt. Dies trifft für die persönliche Zuwendung wie auch für das therapeutische Regime zu, da sich der Bewegungsapparat noch deutlich von dem des Erwachsenen unterscheidet und andere Regeln zu beachten sind.

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