Darmkrebs - Vorsorge ist alles!

In Deutschland sterben jedes Jahr mehr als 26.000 Menschen an Darmkrebs. Gleichzeitig kann die Erkrankung frühzeitig erkannt und das Risiko auf die Entstehung mit einem gesunden Lebensstil verringert werden.

"Besonders tückisch am Darmkrebs ist, dass die Erkrankung insbesondere in einem frühen Stadium nicht zwangsläufig mit spürbaren Beschwerden oder eindeutigen Symptomen verbunden ist", erklärt Dr. med. Peter Bürgel, Koordinator des Zertifizierten Darmzentrums am Kath. Marienkrankenhaus. Deshalb sind Vorsorgemaßnahmen und eine regelmäßige ärztliche Kontrolle besonders wichtig. "Leider nutzen immer noch viel zu wenig Menschen die Angebote zur Vorsorge und Früherkennung", so Bürgel. "Wir raten allen Patienten rechtzeitig ihren Hausarzt zum Thema Vorsorge anzusprechen." 

Tabuthema Darmspiegelung?

Dabei hat Deutschland im internationalen Vergleich ein umfangreiches Darmkrebs-Früherkennungsprogramm. Die gesetzlichen Krankenkassen bieten Frauen und Männern ab dem 50. Lebensjahr einen Stuhlbluttest pro Jahr und ab dem 55. Lebensjahr eine Darmspiegelung (Koloskopie) an, die nach zehn Jahren einmal wiederholt werden kann. Alternativ zur Darmspiegelung wird alle zwei Jahre ein Stuhlbluttest durchgeführt.

Darmspiegelung in Hamburg
- Adressen niedergelassener Ärzte

Auf der Website Endoskopie Hamburg finden Sie eine Übersicht aller in Hamburg niedergelassenen Gastroenterologen. Sie können nach Namen und Stadtteilen suchen. Hier geht es direkt zur Suchmaschine.

Dr. Peter Bürgel, Koordinator des Darmzentrums am Marienkrankenhaus
Rät zu einer rechtzeitigen Vorsorge: Dr. Peter Bürgel, Koordinator des Darmzentrums

Mit einer Darmspiegelung können kolorektale Karzinome nicht nur frühzeitig erkannt werden, sie bietet auch die Möglichkeit, zunächst gutartige Polypen (Adenome), die über einen längeren Zeitraum zu Tumoren entarten können, bereits bei der Untersuchung zu entfernen.

"Die technischen Möglichkeiten in der Videoendoskopie haben sich speziell in der Früherkennung von Magen- und Darmkarzinomen rasant entwickelt", sagt Dr. med. Eckard Martens, seit Januar 2013 Leitender Arzt des Zentrums für Interdisziplinäre Endoskopie und Diagnostik am Marienkrankenhaus Hamburg.

Vor großen Unannehmlichkeiten bei einer Koloskopie muss sich heute niemand mehr fürchten. Dr. Martens: "Patienten erhalten in der Regel eine Schlafspritze und haben daher keine Schmerzen während der rund 30-minütigen Untersuchung." Der Einsatz von sogenannten CO2-Insufflationsgeräten, die das Druckgefühl während und nach einer Koloskopie mindern, sowie geschmacksneutrale Trinklösungen zur Darmreinigung haben die Darmspiegelung im Laufe der Jahre sehr viel angenehmer für die Patienten gestaltet.

Neben regelmäßiger Vorsorge in Form von ambulanten Darmspiegelungen, trägt ein gesunder Lebensstil wesentlich zur Vorbeugung von Darmkrebs bei. Experten empfehlen vor allem, Übergewicht zu vermeiden und sich mehr zu bewegen. Auch eine ballaststoffreiche Ernährung mit Obst und Gemüse, weniger Fett und Alkohol können das Darmkrebsrisiko senken. 

Schonende Behandlung

Wird bei einem Patienten trotz aller Vorbeugung ein Darmkrebs festgestellt, dann bietet das Zertifizierte Darmzentrum am Marienkrankenhaus moderne und schonende Behandlungsmöglichkeiten an. Mit Hilfe der Endosonographie wird zum Beispiel beim Enddarmkrebs zunächst der Tumor eingehend beurteilt. Dr. Peter Bürgel, Koordinator des Zentrums: "Im fortgeschrittenen Stadium kann durch eine Vorbehandlung in vielen Fällen mit örtlicher Bestrahlung und anschließender Chemotherapie eine Tumorverkleinerung ermöglicht werden. Das verbessert die Chance einer erfolgreichen Operation und unter Umständen sogar die Chancen auf den Erhalt des Schließmuskels."

Dr. Eckard Martens bei einer Koloskopie
Dr. Eckard Martens möchte Patienten die Angst vor der Koloskopie nehmen.
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