Der Schmerzschrittmacher:
Mit Strom gegen Beinschmerzen

In enger Kooperation zwischen Wirbelsäulenchirurgie, Schmerztherapie und Gefäßchirurgie bietet das Marienkrankenhaus mit der Spinal Cord Stimulation (SCS) ein etabliertes Verfahren für Patienten mit einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK, auch Schaufensterkrankheit). Hier kann die SCS die Schmerzen deutlich lindern und somit unter Umständen eine Amputation vorerst abwenden.

Die Diagnose pAVK birgt ein hohes Risiko, dass im Stadium III und IV Gliedmaßen amputiert werden müssen. Grund ist eine Arterienverkalkung, die zu einer Verengung, im schlimmsten Fall zum Verschluss der Gefäße führt und die Wundheilung beeinträchtigt.

Während der OP wird durch eine Kanüle eine Elektrode zwischen Wirbelsäule und Hirnhaut geschoben und unter Röntgenkontrolle exakt positioniert.

Erprobte Schmerztherapien

Ist das Ausmaß der Gefäßstörung zu groß und sind weder der Einsatz von Stents, Ballonkatheter und Bypass erfolgreich, erfolgt in der Regel eine medikamentöse Schmerztherapie. Im Einzelfall lindert eine 14-tägige medikamentöse Therapie den Schmerz oder vermindert den Schmerzmittelbedarf. Die Behandlung muss in der Regel wiederholt werden.

Die lumbale Sympathikolyse (also die CT-unterstützte Verödung des sympathischen Grenzstranges in Höhe der Lendenwirbelsäule) ist bei der pAVK ebenfalls ein erprobtes Verfahren, da sie Nerven vorübergehend betäubt oder länger anhaltend verödet, und die Kollateralen besser durchblutet werden. Doch auch die Verödung hilft nicht jedem Patienten.

Über eine Fernbedienung wird langsam Strom auf die Elektrode geleitet, bis die Patientin ein Kribbeln vom linken Knie bis in den Fuß spürt.

Rückenmarkstimulation zur Schmerzlinderung

„Als Ultima Ratio setzen wir die sogenannte Neurostimulation – auch Spinal Cord Stimulation (SCS) oder Rückenmarkstimulation – als etabliertes Verfahren zur Schmerzlinderung ein“, erklärt Dr. Christos Petridis, Leitender Arzt der Gefäßchirurgie am Marienkrankenhaus Hamburg. „Die SCS ist eine Bereicherung unseres Leistungsangebots – insbesondere für schwerkranke Menschen.“ Das Verfahren kommt auch bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen zur Anwendung, und stellt einen minimal-invasiven Eingriff ohne größere Belastung dar.

Wirksame Schmerzmittel sind häufig mit sehr starken Nebenwirkungen verbunden, die bei der SCS nicht auftreten. Dem Patienten werden in örtlicher Betäubung flexible Elektroden hinter das Rückenmark implantiert. Diese sind mit einer unter der Gesäßhaut eingebrachten Batterie (Impulsgenerator) verbunden.

Die Stromabgabe kann durch die Patientin eigenständig reguliert werden. Sollte es einmal stärker schmerzen kann sie die Dosis erhöhen, sie kann das Gerät aber auch ganz ausschalten.

Der Patient kann mit einer Fernbedienung das Gerät ein- und ausschalten, sowie die Stärke der gewünschten Stimulation regulieren. Bei der Rückenmarkstimulation werden schwache elektrische Impulse an den Epiduralraum abgegeben. Dabei verspürt der Patient ein Kribbeln – der Schmerz wird durch einen Stromimpuls überlagert.

„Das ist in etwa vergleichbar mit einem Radio, das den Straßenlärm von draußen übertönt“, so Petridis. Der brennende Schmerz ist durch das Kribbelgefühl nicht mehr so stark zu spüren. „Ähnlich wie bei der Sympathikolyse werden die Gefäße zudem leicht weiter gestellt, sodass es selbst im hohen Stadium der pAVK zu einer verbesserten Durchblutung kommen kann“, ergänzt Petridis.

Leiter Wirbelsäulenzentrum

Dr. med. Roman Feil | Chefarzt Orthopädie, Unfallchirurgie, Handchirurgie
Chefarzt Orthopädie, Unfallchirurgie, Handchirurgie

Dr. med. Roman Feil

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  • Besondere Spezialisierungen

  • Facharzttitel und Zusatzweiterbildungen

    Facharzttitel

    • Facharzt für Unfallchirurgie und Orthopädie
    • Facharzt für für Chirurgie

    Zusatzweiterbildungen 

    • Spezielle Unfallchirurgie 
    • Notfall- und Rettungsmedizin 
    • D-Arzt (sog. Durchgangsarzt mit besonderer Zulassung der Berufsgenossenschaften)
    • Physikalische Therapie und Balneologie 
    • Röntgendiagnostik 
  • Mitgliedschaft in Fachgesellschaften

    Auswahl

    • Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) 
    • Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU)
    • Arbeitsgemeinschaft Endoprothetik (AE)
    • Deutsche Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie (DGW)
    • Arbeitsgemeinschaft für Klinische Geweberegeneration der DGU/DGOU 
    • Arbeitsgruppe Sektion Wirbelsäule, osteoporotische Wirbelfrakturen DGOU
    • Arbeitsgemeinschaft Alterstraumatologie der DGU
    • Berufsverband der Deutschen Chirurgen
    • regionaler Expertenkreis Osteoporose Deutschland e.V. REKO, Gruppe Norddeutschland
    • Trauma Netzwerk Hamburg
  • Lebenslauf

    seit 2009Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie
    2008 Erlangung der Zusatzbezeichnung Röntgendiagnostik
    2007 Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Spezielle Unfallchirurgie
    2006 Erlangung der Zusatzbezeichnung Physikalische Therapie,, Fachkunde Strahlenschutz für die gesamte Notfalldiagnostik, Röntgendiagnostik gesamtes Skelett und Thorax
    2006ständiger D-Arzt Vertreter der berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik
    2005-2006Leitender Arzt der Unfallbehandlungsstelle der gewerblichen Berufsgenossenschaften
    2005 Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie "Gewebeersatz und Geweberegeneration"
    2003 beratende Tätigkeit für verschiedene Berufsgenossenschaften
    2003Erlangung der Teilgebietsbezeichnung Unfallchirurgie
    2002-2003Leitender Arzt der Rettungsstelle, Unfallkrankenhaus Berlin
    2002Ernennung zum Oberarzt der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Unfallkrankenhaus Berlin
    2002Leitung der Sektion Knorpelrekonstruktion (ukb)
    2001 Facharzt für Chirurgie
    1997-2002Assistenzarzt am Unfallkrankenhaus Berlin (ukb), Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik e.V., Akademisches Lehrkrankenhaus der Freien Universität Berlin; Prof. Dr. A. Ekkernkamp
    1996 Arzt im Rettungsdienst
    1996-1997Assistenzarzt, Berufsgenossenschaftliche Kliniken Bergmannsheil Bochum - Universitätsklinik - Chirurgische Klinik und Poliklinik; Prof. Dr. G. Muhr
    1994-1995Arzt i. P., Städtische Kliniken Dortmund - Orthopädische Klinik; Prof. Dr. B.-D. Katthagen
    1987-1994Studium der Humanmedizin Westfälische Wilhelms-Universität Münster
    1966geboren in Krefeld
  • Sprechstunden

    Unsere Sprechstundenzeiten sind von Montag bis Freitag zwischen 9:00 und 18:00 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung.

    Die Sprechstunden dienen der Behandlung von Kassenpatienten, berufsgenossenschaftlich Versicherten sowie Privatpatienten. Die Behandlung von Kassenpatienten geschieht in der Regel auf Zuweisung von niedergelassenen Ärzten.

    Tel. 040 / 25 46-15 02
    Beratungstermin online vereinbaren

Leiter Gefäßchirurgie

Dr. med. Christos Petridis | FEBVS, FICS
FEBVS, FICS

Dr. med. Christos Petridis

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  • Besondere Schwerpunkte

    • pAVK-Chirurgie (operative Therapie der sog. "Schaufensterkrankheit") 
    • Endovaskuläre und offene Aortenaneurysma-Operationen
    • Dialysezugangs-Chirurgie
    • Hybrid-Revaskularisation (kombinierte, offen-chirurgische und interventionelle Therapie)
    • Carotis-Chirurgie
    • Septische Gefäßchirurgie (operative Behandlung von Infektionserkrankungen) 
    • Amputations-/Wundchirurgie
  • Mitgliedschaft in Fachgesellschaften

    • Deutsche Gesellschaft für Chirurgie
    • Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie
    • Vereinigung norddeutscher Gefäßmediziner
    • European Society for Vascular Surgery
    • European Board of Vascular Surgery
    • Hellenic Society for Vascular Surgery
    • Anglo-german Medical Society
    • British Society of Endovascular Therapy
    • Michael E. DeBakey International Surgical Society
    • Vascular Access Society
    • International College of Surgeons
  • Weiterbildungen

    • Facharzt für Gefäßchirurgie
    • Zertifizierter Endovaskulärer Chirurg (DGG)
    • Fellow of the European Board of Vascular Surgery  (U.E.M.S.)
    • Fachkunde Strahlenschutz: Notfalldiagnostik bei Erwachsenen und Kindern (Röntgendiagnostik) für Schädel-, Stamm- und Extremitätenskelett, Thorax, Abdomen
    • Fachkunde Strahlenschutz: Röntgendiagnostik Gefäßsystem, Interventionen Gefäßsystem
  • Lebenslauf

    04/2017 Leitender Arzt der Gefäßchirurgie am Marienkrankenhaus Hamburg, Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie
    04/2017FICS - Fellow of the International College of Surgeons
    09/2015 FEBVS – Fellow of the European Board of Vascular Surgery (U.E.M.S.) 
    06/2015 Zertifizierung als Endovaskulärer Chirurg (DGG) 
    04/2015Oberarzt der Gefäßchirurgie am Gefäßzentrum Elmshorn, Klinik für Allgemein-, Viszeral-, und Gefäßchirurgie, Sana Regioklinik Elmshorn 
    03/2015Fachkunde Strahlenschutz: Röntgendiagnostik Gefäßsystem
    Fachkunde Strahlenschutz: Interventionen Gefäßsystem 
    01/2015Fachkunde Strahlenschutz: Notfalldiagnostik bei Erwachsenen und Kindern (Röntgendiagnostik) für Schädel-, Stamm- und Extremitätenskelett, Thorax, Abdomen
    10/2014Facharzt für Gefäßchirurgie 
    10/2012 - 11/2014Assistenzarzt an der Abteilung für Gefäßchirurgie, Gefäßzentrum Reinbek, Krankenhaus Reinbek St. Adolf Stift 
    04/2010 - 09/2012 Assistenzarzt an der Abteilung für Gefäßchirurgie, Gefäßzentrum Hamburg Ost, Asklepios Klinikum Wandsbek
    05/2008 - 03/2010Assistenzarzt an der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie der Amper-Klinik Dachau
    11/2007 - 04/2008 Assistenzarzt an der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie des Deutschen Herzzentrums München, Technische Universität München
    10/1999 - 06/2007Studium der Humanmedizin, Universität Hamburg
    Geboren am 13.05.1980 in Hamburg
  • Anmeldung zur Sprechstunde

    Sie können sich gern unter der Telefonnummer 040/ 25 46-14 61 oder per E-Mail zur Sprechstunde anmelden. Hier finden Sie weitere Informationen zum Gefäßzentrum.

Leiterin Schmerztherapie

Dr. med. Corinna Makowski

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Sprechstunde

Anmeldung zur Gefäß-Sprechstunde unter Tel. 040/25 46-14 61.