Diagnose- und Behandlungskonzept bei Prostatakrebs

Das Prostatazentrum am Marienkrankenhaus deckt das gesamte Behandlungsspektrum des urologischen Fachgebietes mit allen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen ab:

Diagnostikverfahren

  • Digitale rektale Untersuchung: Das ist die einfachste Vorsorgeuntersuchung, bei der etwa zwei bis zehn Prozent der Prostatakarzinome entdeckt werden.
  • Bluttest: Mit dem Bluttest kann eine erhöhte Konzentration des prostataspezifischen Antigens (PSA) im Blut nachgewiesen werden. Dieser Test ist die am häufigsten angewandte Erkennungsmethode. Ein erhöhter PSA-Wert kann auf einen Tumor hinweisen, aber er ist kein sicherer Beweis dafür. Deshalb wird eine Behandlung auch nicht allein aufgrund eines hohen PSA-Wertes begonnen. Die Gründe für einen erhöhten PSA-Wert können beispielsweise auch eine gutartige Wucherung der Prostata (Adenom), eine Prostataentzündung (Prostatitis) oder eine mechanische Irritation sein. Der PSA-Wert ist somit nur ein Hinweis, der die Aufmerksamkeit des Arztes weckt und zu aussagekräftigeren und verlässlicheren Untersuchungsmethoden führt.
  • Ultraschalluntersuchung: Nach ausführlicher Aufklärung ist die Prostatabiopsie die einzige Untersuchung, durch die eine sichere und genaue Diagnose gestellt werden kann. Diese Gewebeentnahme wird bei einer Ultraschalluntersuchung durchgeführt.
Ziel der Opration: eine kontinenz- und potenzerhaltende Entfernung des Tumors

OP-Verfahren 

Die Operation hat das Ziel, den Tumor kontinenz- und potenzerhaltend zu entfernen. Hier wird entweder ein Unterbauchschnitt oder ein Dammschnitt gemacht. Der Vorteil des unteren Bauchschnittes ist, dass während der Operation gleichzeitig die Lymphknoten entfernt und untersucht werden können. Andererseits ist bei einem frühen Krankheitsstadium die Wahrscheinlichkeit eines Lymphknotenbefalls sehr gering. Bei der Operation mit einem Dammschnitt können die der Prostata benachbarten Lymphknoten jedoch nicht beurteilt werden.

Mithilfe modernster Technik, beispielsweise durch das Wasserstrahlskalpell, können Potenznerven geschont werden. Durch Kompetenz und langjährige operative Erfahrung erreichen wir eine stetige Verbesserung der Ergebnisse bei Kontinenz und Potenz nach der radikalen Operation (Prostatektomie). Damit kann eine höhere Lebensqualität nach Heilung der Tumorerkrankung erreicht werden. Daneben bieten wir auch die Möglichkeit einer palliativen Ausschälung der Prostata durch die Harnröhre an.

Chemotherapie

Eine Chemotherapie kann durchgeführt werden, wenn durch eine Hormontherapie keine Wirkung mehr erzielt wird und der PSA-Wert steigt. In verschiedenen Studien konnte unter dieser Therapie eine Verlängerung der Überlebenszeit bewiesen werden. Die Chemotherapie wird wöchentlich, bzw. in höherer Dosierung dreiwöchentlich gegeben. Die Behandlung kann nach einer bestimmten Behandlungsdauer unterbrochen werden und zu einem späteren Zeitpunkt, abhängig vom Anstieg des PSA-Wertes, wieder aufgenommen werden.

Strahlentherapie

Im Wesentlichen werden zwei Strahlentherapien beim Prostatakarzinom angewandt: die perkutane Strahlentherapie und die permanente Seed-Implantation. Bei der perkutanen Therapie werden über sieben bis neun Wochen Strahlen von außen über die Haut (perkutan) zugeführt.

Bei der permanenten Seed-Implantation werden kleine, radioaktive Metallstifte („Seeds“) in die Prostata vom Strahlentherapeuten und Urologen gemeinsam eingebracht. Diese Seeds geben kontinuierlich Strahlung bis zu einem Zeitraum von zehn Monaten ab.

Die Brachytherapie ist eine Kombinationstherapie aus intraprostatischer Bestrahlung in zwei Sitzungen (Iridium) mit einwöchigem Abstand - plus perkutaner Bestrahlung – (Afterloading). Ziel: Die lokalen Nebenwirkungen der perkutanen Bestrahlung zu verringern. Dr. med. J. Zimmermann und die Gemeinschaftspraxis für Strahlentherapie St. Georg sind hier unsere Vertragspartner.

Optimale Betreuung für unsere Patienten

Eine Krebserkrankung kann mitunter sehr belastend für den Patienten und seine Angehörigen sein. Um Sie optimal in dieser Zeit zu unterstützen, bieten wir Ihnen eine psychoonkologische Beratung ebenso an, wie eine seelsorgliche Betreuung. Außerdem steht Ihnen unser Sozialdienst und die Ernährungsberatung zur Seite.

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