Kompetente und moderne Kardiologie in Hamburg

Gemeinsam mit einem hochmotivierten und kompetenten Team aus Ärzten, Pflegekräften und Therapeuten behandeln wir in der Abteilung für Kardiologie rund 6.000 stationäre Patienten pro Jahr. Im Fokus unserer Klinik steht die moderne Diagnostik und Therapie von Herz-Patienten.

  • Coronavirus: Aktuelle Informationen für Herzpatienten und neue Video-/Telefon-Sprechstunde!

    Patienten mit bekannter Herzkrankheit tragen ein besonders hohes Risiko für schwere Verläufe im Rahmen einer Corona-Infektion. Das Risiko lässt sich jedoch mit einfachen Maßnahmen deutlich reduzieren. Im folgenden Überblick finden Sie Informationen worauf es bei einer vorbestehenden Herzerkrankung während der momentanen Pandemie ankommt.

    Als Herzpatient sollten Sie wissen, dass eine Infektion mit Coronaviren vom Typ SARS-CoV-2, dem Erreger von Covid-19, auch ohne einen direkten Befall des Herzens zu einer starken Belastung des Herz-Kreislauf-Systems führen kann. So kann bei einer ausgeprägten Lungenentzündung eine ausreichende Sauerstoffsättigung des Blutes nicht immer sichergestellt sein und damit das Herz stark belastet werden. Die Hauptfunktion des Herzens ist die Aufrechterhaltung der Sauerstoffversorgung im Körper. Bei einer Einschränkung der Sauerstoffversorgung werden weitere Organe und auch das Herz selbst geschädigt. Es kann somit - insbesondere bei bekannter Herzvorschädigung - der Herzmuskel überlastet werden und eine Verschlimmerung einer Herzschwäche und sogar ein Schockzustand eintreten.

    Eine Covid-19 Infektion kann aber auch zu einer direkten Schädigung des Herzens führen, indem die SARS-CoV-2-Viren die Herzkranzgefäße befallen. So sind akute Herzinfarkte infolge von Herzkranzgefäßverschlüssen beschrieben worden. Aber auch eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) ist möglich, wobei die Häufigkeit vermutlich eher selten zu sein scheint, die wissenschaftlichen Daten sind hierzu jedoch begrenzt. Auch in unserem Herz-MRT des Marienkrankenhaus sehen wir derzeit keine vermehrte Häufung von Herzmuskelentzündungen - anzumerken ist jedoch, dass es vielleicht noch zu früh für messbare Anstiege sein könnte.

    Symptome ernst nehmen! 

    Große Sorgen bereitet uns Kardiologen die drastische Abnahme der Anzahl von Patienten, die mit Herzbeschwerden in die Notaufnahme kommen oder über die hausärztliche Praxis zur erweiternden Diagnostik zugewiesen werden. Aktuell hat sich die Zahl an Eingriffen in unseren Herzkatheter-Laboren im Marienkrankenhaus mehr als halbiert. Es ist schwer vorstellbar, dass die Corona-Pandemie zu einer plötzlichen Gesundung von Herzerkrankungen geführt hat. Häufig wird übersehen, dass Covid-19 nicht nur als Atemwegserkrankung in Erscheinung treten kann. Wichtig ist zu wissen, dass neben der Lunge auch andere wichtige Organe, wie das Herz in Mitleidenschaft gezogen werden. So werden Herz-Kreislauf-Komplikationen nach derzeitigen Schätzungen auf 5-10 % der Covid-19-Erkrankten beziffert, aber die Dunkelziffer wird vermutlich viel höher liegen.

    Aufruf: Bitte nehmen Sie Symptome wie Luftnot, Herzstechen (Angina) und neu aufgetretene Herzrhythmusstörungen sehr ernst. Sollten Sie als Herzpatient neuerdings zusätzlich Symptome wie Fieber, trockenen Husten und Kopfschmerzen verspüren, ist u.a. die Bestimmung des Blutdruckes sehr wichtig, um eine Überlastung des Herzmuskels, bei z. B. zu hohem Bluthochdruck zu erkennen. Interessant ist die Beschreibung eines neuen Symptoms, wonach bei Covid-19-Patienten der vorübergehende Verlust des Geruchsinns und/oder des Geschmacksinns beschrieben wurden. Sollten Sie diese neuen Missempfindungen verspüren, sollten Sie Ihren Hausarzt informieren. Sollte grippale Symptome stärker werden und der Blutdruck aus dem Ruder laufen, dann sollten Sie unbedingt einen Arzt konsultieren.

    Grundsätzlich sollten Sie als Herzpatient eine Zunahme von Atembeschwerden nicht leichtfertig bagatellisieren, da eine Verschlechterung der Atmung auch eine akute Verschlechterung Ihrer Herzerkrankung bedeuten kann, die mit oder ohne Covid-19-Infektion eintreten kann. Auch können Symptome einer Covid-19-Infektion jenen Beschwerden einer isolierten Herzerkrankung sehr ähnlich sein. Bei Atemnot in Ruhe sollte Sie sofort den Rettungsdienst verständigen, da dies nicht zuletzt auf einen Herznotfall hinweisen kann. Festzustellen ist, dass eine schwere Verlaufsform einer Covid-19-Infektion in bis zu 20% der Fälle beobachtet wird, die in 3-5% mit einer intensivmedizinischen Behandlung einhergeht. Sollte man als Patient im akuten Lungenversagen an eine Beatmungsmaschine angeschlossen werden, ist die Prognose leider sehr schlecht. Somit bleibt als bester Schutz vor einer Ansteckung mit CoV-2-Viren die Distanz zu potenziell infizierten Mitmenschen - insbesondere die Distanz zu Jenen, die asymptomatische Träger des Virus sind (insb. jüngere Menschen).

    Anmerkung: Im Marienkrankenhaus tragen alle Ärzte und Schwestern, während sie in Kontakt mit ambulanten oder stationären Pateinten treten einen Mundschutz. Somit ist die Furcht vor einer Ansteckung im Krankenhaus unbegründet. Neuerdings bieten wir eine Telefonsprechstunde an. Privatpatienten können sich hierfür im Sekretariat der Kardiologie anmelden (Frau Baumgarten Tel. 040 2546-2102) und wir teilen Ihnen dann gerne mit, wie wir telefonisch mit oder ohne Videoschaltung in Kontakt treten können. Patienten mit gesetzlicher Krankenversicherung können per Videoschaltung mit unserer Oberärztin Frau Dr. med. A. Wiese in Kontakt treten (Terminvergabe bei Frau Krüger unter Tel. 040 / 25 46-25 64). Bitte beachten Sie, dass nur mit rechtzeitig durchgeführten Maßnahmen Herz-Kreislauf-Erkrankungen in vielen Fällen wirkungsvoll - auch im Rahmen einer ambulanten Behandlung – behandelt werden können. Eine Verschleppung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen führt mit und auch ohne Covid-19-Infektion langfristig zu einer schlechteren Prognose.

    Wann werden wir wieder normale Bedingungen haben und was können Sie tun?

    Aktuell existieren keine Wirkstoffe, die zur Behandlung von Covid-19 zur Verfügung stehen, d. h. wir können nur die Symptome der Erkrankung behandeln, Sauerstoff zuführen und begleitende Nebenerkrankungen behandeln. Vermutlich wir diese Situation auch noch weiterhin so fortbestehen, bis ein Impfstoff zur Verfügung steht.

    Grundsätzlich sind präventive Maßnahmen empfehlenswert, um Ihr Herz in einen bestmöglichen Zustand zu bringen.  Sehr hohen Stellenwert haben hierbei die gewissenhafte Einnahme der bereits verschriebenen Herz-Kreislauf-Medikamente, eine gesunde Ernährung, sowie ausreichend körperliche Bewegung. Derzeit bleibt jedoch als wichtigste Maßnahme alles zu versuchen, um eine Covid-19-Infektion zu verhindern. Eine Ansteckung kann im Wesentlichen nur vermieden werden, wenn Abstand von anderen Menschen eingehalten wird. Herzpatienten sollten insbesondere Angebote von Nachbarn und Verwandten zur Erledigung von Einkäufen annehmen und bei vermehrten körperlichen Beschwerden - so wie früher - ihren Arzt aufsuchen.


Neuerdings bieten wir eine Telefonsprechstunde an. Privatpatienten können sich hierfür im Sekretariat der Kardiologie anmelden (Frau Baumgarten, Tel. 040 / 25 46-21 02) und wir teilen Ihnen dann gerne mit, wie wir telefonisch mit oder ohne Videoschaltung in Kontakt treten können. Patienten mit gesetzlicher Krankenversicherung können per Videoschaltung mit unserer Oberärztin Frau Dr. med. A. Wiese in Kontakt treten (Terminvergabe bei Frau Krüger unter Tel. 040 / 25 46-25 64). Bitte beachten Sie, dass nur mit rechtzeitig durchgeführten Maßnahmen Herz-Kreislauf-Erkrankungen in vielen Fällen wirkungsvoll – auch im Rahmen einer ambulanten Behandlung – behandelt werden können. Eine Verschleppung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen führt mit und auch ohne Covid-19-Infektion langfristig zu einer schlechteren Prognose.

Unsere kardiologischen Schwerpunkte 

Chefarzt der Abteilung ist Prof. Dr. med. Ulrich Schäfer. Der renommierte Mediziner war über viele Jahre in leitender oberärztlicher Verantwortung in Hamburg tätig und hat maßgeblich den Aufbau und die Weiterentwicklung von modernsten Therapieprogrammen zur Behandlung von strukturellen Herzerkrankungen gestaltet. Diese Tätigkeit übte er unter anderem zunächst im AK St. Georg aus (2008-2013), 2014 wechselte er als Geschäftsführender Oberarzt an das Universitäre Herzzentrum in die Klinik und Poliklinik für Allgemeine und Interventionelle Kardiologie des UKE, wo er bis Oktober 2018 maßgeblich an zahlreichen Innovationen zur Behandlung von Herzklappenerkrankungen beteiligt gewesen ist. Seit Oktober 2018 ist Prof. Schäfer in chefärztlicher Verantwortung am Marienkrankenhaus tätig und hat sich zum Ziel gesetzt, weiterhin modernste kardiovaskuläre Medizin für unsere Patienten anzubieten.

Zu den besonderen Schwerpunkten von Prof. Schäfer gehören die Therapie von strukturellen Herzerkrankungen im Rahmen der Katheter-interventionellen Klappentherapie (TAVI, TMVI, Mitraclip, Cardioband, Trikuspidal-Rekonstruktion / Ersatz) und anderen strukturellen Herzdefekten (TASH, PFO / ASD / VSD-, LAA-, Fistel / Leck-Verschluss), die interventionelle BildgebungInterventions-Techniken zur Therapie der koronaren Herzerkrankung und neue interventionelle Therapieverfahren zur Behandlung der Herzinsuffizienz. Gerade die interventionelle Therapie zur Behandlung der Herzinsuffizienz bietet zahlreiche spannende neue Möglichkeiten.

Chefarzt

Prof. Dr. med. Ulrich Schäfer

Prof. Dr. med. Ulrich Schäfer

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  • Spezialgebiete & Arbeitsschwerpunkte

    • Therapie von strukturellen Herzerkrankungen im Rahmen der Katheter-interventionellen Klappentherapie (TAVI, TMVI, Mitraclip, Cardioband,
    • Trikuspidal-Rekonstruktion / Ersatz) und andere strukturelle Herzdefekte (TASH, PFO/ASD/VSD-, LAA-, Fistel/Leck-Verschluss)
    • Interventionelle Bildgebung
    • Interventions-Techniken zur Therapie der koronaren Herzerkrankung
    • Neue interventionelle Therapieverfahren zur Behandlung der Herzinsuffizienz
  • Wissenschaftliche Schwerpunkte

    • Neurohumorale Regulationsmechanismen bei Ischämie und Reperfusion
    • Modulationsmechanismen der sympathischen Nervenaktivität
    • Endotheliale Dysfunktion, Inflammation, Sepsis, Hämostasiologie
    • Biomarkerkinetik beim perkutanen Klappenersatz
    • Hämodynamik, Druckvolumen-Beziehung bei interventionellen Eingriffen
  • Ausbildung und berufliche Stationen

    • Medizinstudium in Lübeck, Basel, Houston und Chicago
    • Klinische Ausbildung zum Kardiologen / Internisten ab 2001 in Lübeck 
    • Nach fast drei Jahren Forschungsaufenthalt in New York Habilitation 2010 in Lübeck (Innere Medizin)
    • Seit 2008 in oberärztlicher Verantwortung in Hamburg tätig
    • Maßgebliche Leitung des Aufbaus und der Weiterentwicklung von Therapieprogrammen zur Behandlung von strukturellen Herzerkrankungen
    • Asklepios Klinikum St. Georg (2008 bis 2013)
    • 2014 Wechsel als Geschäftsführender Oberarzt an das Universitäre Herzzentrum in die Klinik und Poliklinik für Allgemeine und Interventionelle Kardiologie am Universitätsklinikum Eppendorf Hamburg
  • Mitgliedschaften & Funktionen (Auszug)

    • Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislauferkrankungen
    • Arbeitsgruppen-Mitglied der AG26 Aortenerkrankungen und der AG6 Interventionelle Kardiologie der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie
    • Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin
    • Mitglied der European Society of Cardiology (ESC)
    • Mitglied der „Heart Failure Association“ der ESC
  • Sie haben Fragen?

Terminvergabe

Gesetzlich versicherte Patienten:
Frau M. Burmester
Tel. 040 / 25 46-29 44
E-Mail

Privatpatienten:
Frau B. Baumgarten
Tel. 040 / 25 46-21 02
E-Mail

Anmeldeformular für Patienten [PDF]

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