Kardio-MRT (Herz-MRT)

Die Magnetresonanztomographie des Herzens (Kardio-MRT) hat in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung genommen und nimmt eine immer wichtigere Rolle in der Diagnostik, Therapieplanung und Risikoabschätzung bei Patienten mit Herzerkrankungen ein. Die kardiale MRT stellt einen der wichtigsten Grundbausteine in unserer Klinik zur kardialen Bildgebung dar und wird mit hoher Priorität als Ersatz für diagnostische Herzkatheter-Untersuchungen angeboten. Pro Jahr werden über 2.000 Untersuchungen in unserer Spezialabteilung angefertigt.

Auf Grund der hohen räumlichen Auflösung sowie der hervorragenden Gewebedarstellung können mittels kardialer MRT sowohl die Morphologie als auch Funktion aller Herz - und Gefäßanteile exzellent mit hoher Genauigkeit dargestellt und charakterisiert werden.  Als nicht-invasives Verfahren, welches ohne ionisierende Strahlung (Röntgenstrahlung) auskommt, ist das Kardio-MRT zudem ein äußerst sicheres Verfahren, das auch mehrfache Verlaufsuntersuchungen – beispielsweise bei Herzmuskelerkrankungen – erlaubt.

Sie bietet darüber hinaus gegenüber anderen Bildgebungsmodalitäten den Vorteil, das Gewebe des Herzens nicht-invasiv charakterisieren zu können, was sonst nur mittels histologischer Analysen nach Biopsieentnahme möglich wäre. Diese „Gewebecharakterisierung“ erfolgt einerseits mittels spezieller Late Gadolinium Enhancement-Aufnahmen, bei denen die Patienten ein gut verträgliches MRT-Kontrastmittel erhalten und andererseits mittels moderner Mapping-Techniken, welche größtenteils ohne Kontrastmittelapplikation auskommen. Durch diese Techniken können Fibrose, Narben (z.B. nach Herzinfarkt) oder Wassereinlagerungen (Ödem) im Herzmuskel festgestellt werden.  Dank kontinuierlicher technischer und wissenschaftlicher Weiterentwicklung kann mittlerweile eine Vielzahl von herzspezifischen Fragestellungen gezielt durch die kardiale MRT beantwortet werden.

Ihre Experten

Dr. med. Moritz Montenbruck | Leitung Kardiale Bildgebung
Leitung Kardiale Bildgebung

Dr. med. Moritz Montenbruck

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  • Qualifikationen

    • Facharzt für Innere Medizin (Internist)
    • Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie (Kardiologe)
    • Ausbilder Kardiovaskuläres MRT (SCMR/DGK Level III)
    • Leiter der DGK zertifizierten Ausbildungsstätte für kardiovaskuläres MRT
    • Kardiales CT
    • Spezielle Erfahrung in Sportmedizin und internistsicher Intensivmedizin
    • Forschung: SENC – MRT-strain; Früherkennung, Diagnose und Therapiesteuerung von Herzmuskelerkrankungen durch Beurteilung der Kontraktionsfähigkeit der Herzmuskelfasern
Dr. med. Arne Kristian Schwarz | Kardiale Bildgebung (MRT)
Kardiale Bildgebung (MRT)

Dr. med. Arne Kristian Schwarz

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  • Qualifikationen

    • Facharzt für Innere Medizin (Internist)
    • Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie (Kardiologe)
    • Befunder Kardiovaskuläres MRT (SCMR Level II)
    • Spezielle Erfahrung in internistsicher Intensivmedizin, Notarzt

Einen großen Stellenwert hat die kardiale MRT in der Ischämiediagnostik bei koronarer Herzerkrankung. Hierbei können mittels pharmakologischer Belastungsuntersuchungen mit Vasodilatatoren (Adenosin) oder mit positiv inotrop wirkenden Substanzen (Dobutamin) Durchblutungs- oder die daraus resultierenden Bewegungsstörungen des Herzmuskels identifiziert werden. Durch diese Methode können mit einer hohen Genauigkeit hämodynamisch relevante Engstellen der Herzkranzgefäße entdeckt sowie deren Auswirkung auf die Herzmuskeldurchblutung bestimmt werden.

Ein weiterer wichtiger Aufgabenbereich der kardialen MRT stellt die Diagnostik und Risikostratifizierungen von primären Herzmuskelerkrankungen (Kardiomyopathien) dar. Neben der Beurteilung der Funktion und Struktur des Herzens ist dabei die Gewebecharakterisierung von herausragender Bedeutung, da insbesondere die Patienten, bei denen Vernarbungen und Fibrose im Herzmuskel nachgewiesen werden kann, ein erhöhtes Risiko aufweisen.

Weitere wesentliche Schwerpunkte der kardialen MRT sind die Erkennung von entzündlichen Veränderungen im Herzmuskel (z.B. Myokarditis), die Differenzierung von Speichererkrankungen des Herzens (z.B. Amyloidose), Verlaufskontrolle der Herzfunktion unter Chemotherapie bis hin zu komplexen, angeborenen Herzfehlern. Mittlerweile können auch viele Herzklappenfehler und intrakardiale Shunts exakt mit der kardialen MRT quantifiziert werden.     

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