Sorgen Sie vor
- Früherkennung von Brustkrebs

Deutschlandweit sind im Alter zwischen 50 und 69 Jahren rund 13 von 200 Frauen von Brustkrebs betroffen. Daher sollte die Vorsorge ab dem 30. Lebensjahr auch die Untersuchung der Brust beinhalten. Ein Interview mit Dr. Maggie Banys-Paluchowski, Leiterin des zertifizierten Brustzentrums.

In welchem Alter sollten Frauen mit der Brustkrebsvorsorge beginnen?

Ab dem 50. Lebensjahr nimmt das Risiko an Brustkrebs zu erkranken deutlich zu. Zwischen 50 und 69 Jahren sind bundesweit etwa 13 von 200 Frauen davon betroffen. Das Risiko an Brustkrebs zu erkranken steigt mit zunehmendem Lebensalter. Es gibt auch Frauen, die bereits im Alter von 35 oder 40 Jahren an Brustkrebs erkranken. Daher sollte die Vorsorge ab dem 30. Lebensjahr auch die Untersuchung der Brust beinhalten.

  • Termin vereinbaren!

    radiology_optimized

    Wunschtermin
Radiologische Befundung
Die exakte Befundung ist Teil der zuverlässigen Brustkrebsvorsorge.

Was genau wird bei einer Vorsorgeuntersuchung eigentlich gemacht?

Neben der Tastuntersuchung sind für die Brustkrebsfrüherkennung die Mammographie und der Ultraschall die beiden sinnvollsten Verfahren. Generell gilt im Rahmen unserer Vorsorge das Motto: So viel wie nötig, so wenig wie möglich! Unsere Patientinnen können darauf vertrauen, dass die Vorsorgeuntersuchung sich immer am individuellen Bedarf orientiert.

Raten Sie bei erhöhtem familiären Risiko zu häufigeren Vorsorgemaßnahmen?

Ja! Wenn mehrere Frauen in der nächsten Verwandtschaft an Brustkrebs oder Eierstockkrebs erkrankt sind, kann in der Familie eine genetische Belastung für diese Krebserkrankungen bestehen. Allerdings betrifft dies nur einen geringen Prozentanteil der Frauen mit Brustkrebs. Sollte eine solche Situation vorliegen, sind engmaschigere Vorsorgeuntersuchungen sinnvoll.

Wann ist eine Mammographie nötig?
Kann man auf die Strahlenbelastung nicht verzichten?

Die Mammographie ist eine der wichtigsten Untersuchungsmöglichkeiten der Brust, da sich gerade Vorstufen von Krebserkrankungen in der Mammographie oft durch Veränderungen bemerkbar machen, die dem Ultraschall entgehen. Idealerweise werden allerdings beide Verfahren kombiniert. Um die Strahlenbelastung möglichst gering zu halten, wird die Mammographie nicht jährlich durchgeführt, sondern nur zur Klärung unklarer Befunde beziehungsweise im Rahmen des Screenings im Abstand von zwei Jahren.

Leitlinienprogramm Onkologie

Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF), die Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG) und die Deutsche Krebshilfe e.V. (DKH) haben sich mit dem Leitlinienprogramm Onkologie das Ziel gesetzt, gemeinsam die Entwicklung und Fortschreibung und den Einsatz wissenschaftlich begründeter und praktikabler Leitlinien in der Onkologie zu fördern und zu unterstützen.

Die aktuellen Leitlinien zur Früherkennung von Brustkrebs finden Sie hier:

Online zur Mammographie anmelden!