Sicher und präzise: Fusionsbiopsie über den Dammbereich
Im Marienkrankenhaus führen wir eine perineale MRT/TRUS-gesteuerte Fusionsbiopsie der Prostata durch. Dabei wird die Gewebeprobe über den Dammbereich entnommen – nicht durch den Enddarm. Das reduziert das Risiko von Infektionen in der Prostata und im Harntrakt deutlich. Während des Eingriffs liegen Sie in einer Steinschnittlage mit angehobenen Beinen. Die Biopsie erfolgt im Regelfall unter örtlicher Betäubung in den Räumlichkeiten unserer Ambulanz, lediglich in Ausnahmefällen ist eine Voll- oder Rückenmarksnarkose und damit die Durchführung des Eingriffes im OP-Saal notwendig.
Der Vorteil: Im Vergleich zur klassischen, nur mit Ultraschall gesteuerten Biopsie können auffällige Bereiche gezielt biopsiert werden. Dies gelingt durch die Überlagerung der MRT-Bilder mit den Ultraschallaufnahmen.
Blutverdünner und Antibiotika – Das sollten Sie wissen
Wenn Sie Blutverdünner einnehmen, beachten Sie bitte diese Hinweise:
Eliquis, Lixiana, Xarelto, Pradaxa: 48 Stunden vorher pausieren
- Clopidogrel: 5 Tage vorher absetzen
- ASS/Aspirin: Keine Pause erforderlich
- Marcumar: Mit der Hausarztpraxis über eine Umstellung auf Heparinspritzen etwa 10 Tage vorher sprechen
- Alle Änderungen sollten mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem Arzt abgesprochen werden.
Aufgrund des geringeren Infektionsrisikos bei der perinealen Biopsie ist keine vorbeugende Antibiotikatherapie nötig. Nur bei auffälligem Urinbefund vor der Biopsie erfolgt eine gezielte Antibiotikatherapie.
Was Sie bei der Fusionsbiopsie erwartet
Bei der Anmeldung erhalten Sie zwei Termine: den Biopsie-Termin und 1 Woche vorher einen Termin zur Voruntersuchung in unserer urologischen Ambulanz (Haus 2, zweiter Stock). Dort erfolgen die Aufklärung, die Sichtung Ihrer Befunde sowie Blut- und Urinproben.
Am Tag der Biopsie erscheinen Sie bitte nüchtern in der urologischen Ambulanz. Der Eingriff erfolgt in den entsprechenden Räumlichkeiten und in der Regel ambulant. Nach der Biopsie wird ein Verband am Dammbereich angelegt und abgewartet bis Sie Wasserlassen konnten. Nach sonographischer Abschlusskontrolle im Anschluss hieran werden Sie nach Hause entlassen.
Das Ergebnis der Biopsie wird direkt an Ihre Urologin oder Ihren Urologen übermittelt. Bitte vereinbaren Sie dort ca. 14 Tage nach der Biopsie einen Termin zur Besprechung des Befundes.
Was Sie zum Aufnahmetermin mitbringen sollten
- MRT-Bilder der Prostata auf CD sowie den zugehörigen schriftlichen fachärztlich-radiologischen Befund
Hinweis: Beides ist erforderlich, um die geplante Biopsie durchführen zu können. Wurde das MRT der Prostata bei uns im Marienkrankenhaus gemacht, müssen Sie die Bilder und den Befund nicht extra einreichen.
- Medikamentenplan
- Einweisungsschein
- Vorberichte
Mit welchen Nebenwirkungen Sie rechnen müssen
- Blut im Urin und/oder Sperma
- Gelegentlich: Schmerzen oder Blutergüsse im Dammbereich, Beschwerden beim Sitzen, erschwertes Wasserlassen
- Selten: Vorübergehende Erektionsstörungen, Infektionen der ableitenden Harnwege
Leitung

Prof. Dr. med. Michael Rink
Chefarzt
Urologie

Das könnte Sie auch interessieren

Prostatazentrum – gemeinsam für Ihre Gesundheit
In unserem spezialisierten Prostatazentrum arbeiten alle Fachbereiche, die sich mit Prostataerkrankungen befassen, interdisziplinär zusammen. Durch den engen fachlichen Austausch sind wir immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft und können eine ganzheitliche Versorgung gewährleisten.

Klinik für Urologie
Präzise und effiziente Diagnostik, verbunden mit hochmodernen Behandlungsmethoden – das erwartet Sie bei uns. Was uns genauso wichtig ist: eine vertrauensvolle Umgebung, in der Sie offen über Ihre Beschwerden sprechen können.

Unser Pflegekonzept
Unsere professionelle Pflege gestaltet den Behandlungserfolg entscheidend mit. Sie verbindet wissenschaftliche Expertise, klinische Entscheidungsfähigkeit und menschliche Nähe zu einer Versorgung, die Patientinnen und Patienten Sicherheit, Orientierung und Lebensqualität bietet.
