Uro-Onkologisches Zentrum

Moderne, leitliniengerechte Krebsmedizin – individuell abgestimmt auf Ihre Erkrankung und Ihre persönliche Situation.

Arzt im Gespräch mit Patientin
Robotergestützte, hochpräzise und nervenschonende Operationen
Individuelle, interdisziplinär abgestimmte Therapiekonzepte
Mehr als 750 Behandlungen uro-onkologischer Erkrankungen jährlich

Moderne Therapie bei urologischen Krebserkrankungen

Zu den uro-onkologischen Erkrankungen zählen unter anderem Krebserkrankungen der Prostata, Harnblase, Nieren, Harnleiter und Hoden. In unserem Uro-Onkologischen Zentrum werden Patientinnen und Patienten von einem erfahrenen interdisziplinären Team betreut.

Wir verbinden moderne Diagnostik mit individuell abgestimmten Therapiekonzepten. Je nach Erkrankung kommen operative Verfahren, medikamentöse Tumortherapien, Strahlentherapie sowie unterstützende Angebote zum Einsatz.

In unserer interdisziplinären Tumorkonferenz beraten Expertinnen und Experten verschiedener Fachrichtungen gemeinsam über die bestmögliche Behandlung. So entsteht für jede Patientin und jeden Patienten eine individuell abgestimmte Therapieempfehlung.

Unsere Behandlungsschwerpunkte

Wir behandeln das gesamte Spektrum uro-onkologischer Erkrankungen mit modernen diagnostischen und therapeutischen Verfahren. In ausgewählten Bereichen beteiligen wir uns zudem an klinischen Studien, um Patientinnen und Patienten Zugang zu innovativen Behandlungsmöglichkeiten zu ermöglichen.

Individuelle Behandlungsmöglichkeiten

Welche Behandlung bei einer uro-onkologischen Erkrankung infrage kommt, hängt von der Art und dem Stadium der Erkrankung sowie von Ihrer persönlichen Situation ab. Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir ein individuell abgestimmtes Behandlungskonzept.

Je nach Erkrankung können operative Verfahren, Strahlentherapie oder medikamentöse Tumortherapien zum Einsatz kommen. Die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten können einzeln oder miteinander kombiniert werden.

Operation

Je nach Stadium der Erkrankung kann eine Operation bereits die alleinige Behandlung des Krebses darstellen. Unser erfahrenes Behandlungsteam bespricht mit Ihnen ausführlich die verschiedenen Therapieoptionen und wählt gemeinsam mit Ihnen das für Ihre individuelle Situation am besten geeignete und möglichst schonende operative Verfahren.

Dabei profitieren wir von modernster medizinischer Ausstattung, unter anderem dem da Vinci-Operationsroboter. Diese innovative Technik ermöglicht bei geeigneten Eingriffen ein besonders präzises und gewebeschonendes Operieren.

Strahlentherapie

In Abhängigkeit von der Art des Tumors und seinem Stadium kann eine Strahlentherapie als Teil der Behandlung zum Einsatz kommen.

Die Strahlentherapie wird durch unsere erfahrenen Kooperationspartner durchgeführt. Mit den behandelnden Strahlentherapeuten stehen wir in engem fachlichen Austausch und stimmen die Therapie gemeinsam auf Ihre individuelle Situation ab.

Chemotherapie/Immuntherapie

Bei fortgeschrittenen urologischen Krebserkrankungen kann eine Chemotherapie oder eine Immuntherapie Bestandteil der Behandlung sein. In bestimmten Situationen kann sie auch einer Operation vorgeschaltet werden (neoadjuvante Therapie), um den Tumor zunächst zu verkleinern und dadurch eine operative Behandlung zu ermöglichen. Nach einer Operation kann eine Chemotherapie oder Immuntherapie zudem als sogenannte adjuvante Therapie eingesetzt werden, um das Risiko eines erneuten Auftretens der Erkrankung zu verringern.

Welche Therapieform für Sie am besten geeignet ist, hängt von der Art und dem Stadium des Tumors sowie Ihrer individuellen Situation ab. Gemeinsam mit Ihnen besprechen wir die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten und entwickeln einen individuell abgestimmten Therapieplan.

Antikörpertherapie

Für bestimmte urologischer Krebserkrankungen stehen moderne, zielgerichtete Antikörpertherapien zur Verfügung. Diese Medikamente erkennen bestimmte Strukturen auf den Tumorzellen und können dadurch gezielt an den Krebszellen ansetzen. Bei sogenannten Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten wird ein hochwirksamer Wirkstoff über den Antikörper gezielt zur Tumorzelle transportiert, um diese möglichst selektiv zu schädigen.

Je nach Art, Stadium und individueller Ausprägung der Erkrankung kann eine Antikörpertherapie allein oder in Kombination mit anderen Behandlungsverfahren eingesetzt werden. Ob eine solche Therapie für Sie infrage kommt, hängt unter anderem von den Eigenschaften Ihres Tumors und den bereits erfolgten Behandlungen ab. Gemeinsam mit Ihnen besprechen wir die geeigneten Therapieoptionen und entwickeln einen individuell abgestimmten Behandlungsplan.

Seelsorge, Selbsthilfegruppe und psychoonkologische Betreuung

Ergänzend zu Ihrer Krebstherapie steht Ihnen unser Sozialdienst auch über die akute Behandlungsphase hinaus unterstützend zur Seite. Bei Bedarf vermitteln wir den Kontakt zu Selbsthilfegruppen, organisieren psychoonkologische Unterstützung und planen gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern und Ihnen eine geeignete Anschlussheilbehandlung.

Uro-onkologisches Tumorboard

Gemeinsam die beste Therapieentscheidung treffen

In unserem wöchentlichen uro-onkologischen Tumorboard beraten Expertinnen und Experten verschiedener Fachrichtungen gemeinsam über Diagnostik und individuelle Therapieoptionen. Auch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sind herzlich eingeladen, eigene Patientinnen und Patienten zur interdisziplinären Fallbesprechung anzumelden.

Anmeldung zum Uro-Onkologischen Tumorboard

Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sowie externe Behandlungspartner können Patientinnen und Patienten zur Vorstellung in unserem Uro-Onkologischen Tumorboard anmelden. Die Teilnahme am Tumorboard ist sowohl vor Ort als auch virtuell möglich.

Sie sind herzlich eingeladen, eigene Fälle anzumelden und diese im kollegialen Austausch mit unter anderem Radiolog:innen, Patholog:innen, Onkolog:innen und Strahlentherapeut:innen zu besprechen. Gemeinsam können diagnostische Fragestellungen sowie unterschiedliche therapeutische Optionen für Ihre Patient:innen diskutiert werden.

Für die Vorstellung benötigen wir die unterschriebene Einwilligungserklärung sowie die für die Fragestellung relevanten Befunde und Unterlagen. Bei gesetzlich versicherten Patientinnen und Patienten ist zusätzlich ein Einweisungsschein erforderlich.

Bitte reichen Sie die vollständigen Unterlagen fristgerecht vor dem jeweiligen Tumorboard ein.

Patient:in online zum Tumorboard anmelden

Oder senden Sie uns Ihre Dokumente per E-Mail, Fax oder Post zu.

Druckunterlagen zum Download

Anmeldung uro-onkologoisches Tumorboard (PDF, nicht barrierefrei)

Einwilligungserklärung (PDF, nicht barrierefrei)

Zentrumsleitung

Zentrumskoordination

Aktuelle Studien und neue Therapieoptionen

Medizinischer Fortschritt ist ein wichtiger Bestandteil moderner Krebsmedizin.

Unser Uro-Onkologisches Zentrum beteiligt sich an klinischen Studien zu verschiedenen urologischen Tumorerkrankungen. Dabei stehen sowohl die Weiterentwicklung der Versorgung als auch die Gewinnung neuer Erkenntnisse zu Behandlung und Lebensqualität im Fokus.

Aktuelle Studien:

Prostatakarzinom

PCO-Studie – Prostate Cancer Outcomes Study

Die PCO-Studie untersucht die Behandlungsqualität und die Behandlungsergebnisse bei Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Perspektive der Patienten: Erfasst werden unter anderem die gesundheitsbezogene Lebensqualität und mögliche Auswirkungen der Behandlung. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, die Versorgung von Patienten mit Prostatakrebs kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Weitere Informationen zur PCO-Studie

Harnblasenkarzinom

COMPACT-Studie (DRKS00024929)

Die radikale Entfernung der Harnblase mit Anlage einer Harnableitung aufgrund einer Tumorerkrankung stellt einen hochkomplexen und invasiven Eingriff dar. Das Ziel dieser Beobachtungsstudie ist die standardisierte Erfassung von Komplikationen und patient:innenzentrierten funktionellen und onkologischen Ergebnissen anhand von etablierten Klassifikationssystemen und Fragebögen zur krankheitsspezifischen Lebensqualität.

Unsere Partner und beteiligten Fachbereiche

Eine umfassende Versorgung bei urologischen Krebserkrankungen erfordert die Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen. Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern gewährleisten wir eine abgestimmte und ganzheitliche Versorgung – von der Diagnostik und Therapie bis zur Nachsorge und unterstützenden Begleitung.

 
Kooperationspartner
Standort
Urologie
Urologische Klinik, Kath. Marienkrankenhaus Hamburg
22087 Hamburg
Hämatologie/Onkologie
Klinik für Hämatologie und Onkologie, Kath. Marienkrankenhaus Hamburg
22087 Hamburg
Radiologie
Institut für Radiologie, Kath. Marienkrankenhaus Hamburg
22087 Hamburg
Labormedizin
Institut für Labormedizin, Mikrobiologie und Transfusionsmedizin / Katholisches Marienkrankenhaus gGmbH
22087 Hamburg
Nuklearmedizin
Nuklearmedizin Spitalerhof, Radiologische Allianz
20095 Hamburg
Pathologie
Institut für Pathologie und Hämatopathologie (HPH)
22547 Hamburg
Labormedizin
Institut für Labormedizin, Mikrobiologie und Transfusionsmedizin, Kath. Marienkrankenhaus Hamburg
22087 Hamburg
Strahlentherapie
Bereich Strahlentherapie des Ambulanzzentrums des UKE und Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie
20246 Hamburg
Strahlentherapie
Hermann-Holthusen-Institut für Strahlentherapie, Asklepios Klinik St. Georg
20099 Hamburg
Strahlentherapie
Praxiszentrum Alstertal
22391 Hamburg
Ernährungsberatung
Ernährungsberatung, Kath. Marienkrankenhaus Hamburg
22087 Hamburg
Physiotherapie
Physio- und physikalische Therapie, Kath. Marienkrankenhaus Hamburg
22087 Hamburg
Psychoonkologie
Psychoonkologie, Katholisches Marienkrankenhaus
22087 Hamburg
Sozialdienst
Sozialdienst, Kath. Marienkrankenhaus Hamburg
22087 Hamburg
Stomatherapie
noma-med
22087 Hamburg
Palliativmedizin
Palliativ Care Team, Kath. Marienkrankenhaus Hamburg
22087 Hamburg
Palliativmedizin
PalliativCareTeam Ost
22143 Hamburg
Hospiz
Diakonie Hospiz Volksdorf
22359 Hamburg
Seelsorge
Seelsorge, Kath. Marienkrankenhaus Hamburg
22087 Hamburg
Selbsthilfe
SHG Blasenkrebs Region Nord
21217 Seevetal
Selbsthilfe
Prostatakrebs-Selbsthilfegruppe Hamburg
22399 Hamburg
Studieneinheit/-sekretariat
Studienzentrale, Kath. Marienkrankenhaus Hamburg
22087 Hamburg

Zertifizierungen

TÜV Rheinland-Zertifikat für Qualitätsmanagement in der Akutschmerztherapie.
Logo des DeGIR-Zentrums für minimal-invasive Onkologie auf grünem Hintergrund.

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