
Moderne Therapie bei urologischen Krebserkrankungen
Zu den uro-onkologischen Erkrankungen zählen unter anderem Krebserkrankungen der Prostata, Harnblase, Nieren, Harnleiter und Hoden. In unserem Uro-Onkologischen Zentrum werden Patientinnen und Patienten von einem erfahrenen interdisziplinären Team betreut.
Wir verbinden moderne Diagnostik mit individuell abgestimmten Therapiekonzepten. Je nach Erkrankung kommen operative Verfahren, medikamentöse Tumortherapien, Strahlentherapie sowie unterstützende Angebote zum Einsatz.
In unserer interdisziplinären Tumorkonferenz beraten Expertinnen und Experten verschiedener Fachrichtungen gemeinsam über die bestmögliche Behandlung. So entsteht für jede Patientin und jeden Patienten eine individuell abgestimmte Therapieempfehlung.
Unsere Behandlungsschwerpunkte
Wir behandeln das gesamte Spektrum uro-onkologischer Erkrankungen mit modernen diagnostischen und therapeutischen Verfahren. In ausgewählten Bereichen beteiligen wir uns zudem an klinischen Studien, um Patientinnen und Patienten Zugang zu innovativen Behandlungsmöglichkeiten zu ermöglichen.

Individuelle Behandlungsmöglichkeiten
Welche Behandlung bei einer uro-onkologischen Erkrankung infrage kommt, hängt von der Art und dem Stadium der Erkrankung sowie von Ihrer persönlichen Situation ab. Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir ein individuell abgestimmtes Behandlungskonzept.
Je nach Erkrankung können operative Verfahren, Strahlentherapie oder medikamentöse Tumortherapien zum Einsatz kommen. Die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten können einzeln oder miteinander kombiniert werden.
Operation
Je nach Stadium der Erkrankung kann eine Operation bereits die alleinige Behandlung des Krebses darstellen. Unser erfahrenes Behandlungsteam bespricht mit Ihnen ausführlich die verschiedenen Therapieoptionen und wählt gemeinsam mit Ihnen das für Ihre individuelle Situation am besten geeignete und möglichst schonende operative Verfahren.
Dabei profitieren wir von modernster medizinischer Ausstattung, unter anderem dem da Vinci-Operationsroboter. Diese innovative Technik ermöglicht bei geeigneten Eingriffen ein besonders präzises und gewebeschonendes Operieren.
Strahlentherapie
In Abhängigkeit von der Art des Tumors und seinem Stadium kann eine Strahlentherapie als Teil der Behandlung zum Einsatz kommen.
Die Strahlentherapie wird durch unsere erfahrenen Kooperationspartner durchgeführt. Mit den behandelnden Strahlentherapeuten stehen wir in engem fachlichen Austausch und stimmen die Therapie gemeinsam auf Ihre individuelle Situation ab.
Chemotherapie/Immuntherapie
Bei fortgeschrittenen urologischen Krebserkrankungen kann eine Chemotherapie oder eine Immuntherapie Bestandteil der Behandlung sein. In bestimmten Situationen kann sie auch einer Operation vorgeschaltet werden (neoadjuvante Therapie), um den Tumor zunächst zu verkleinern und dadurch eine operative Behandlung zu ermöglichen. Nach einer Operation kann eine Chemotherapie oder Immuntherapie zudem als sogenannte adjuvante Therapie eingesetzt werden, um das Risiko eines erneuten Auftretens der Erkrankung zu verringern.
Welche Therapieform für Sie am besten geeignet ist, hängt von der Art und dem Stadium des Tumors sowie Ihrer individuellen Situation ab. Gemeinsam mit Ihnen besprechen wir die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten und entwickeln einen individuell abgestimmten Therapieplan.
Antikörpertherapie
Für bestimmte urologischer Krebserkrankungen stehen moderne, zielgerichtete Antikörpertherapien zur Verfügung. Diese Medikamente erkennen bestimmte Strukturen auf den Tumorzellen und können dadurch gezielt an den Krebszellen ansetzen. Bei sogenannten Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten wird ein hochwirksamer Wirkstoff über den Antikörper gezielt zur Tumorzelle transportiert, um diese möglichst selektiv zu schädigen.
Je nach Art, Stadium und individueller Ausprägung der Erkrankung kann eine Antikörpertherapie allein oder in Kombination mit anderen Behandlungsverfahren eingesetzt werden. Ob eine solche Therapie für Sie infrage kommt, hängt unter anderem von den Eigenschaften Ihres Tumors und den bereits erfolgten Behandlungen ab. Gemeinsam mit Ihnen besprechen wir die geeigneten Therapieoptionen und entwickeln einen individuell abgestimmten Behandlungsplan.
Seelsorge, Selbsthilfegruppe und psychoonkologische Betreuung
Ergänzend zu Ihrer Krebstherapie steht Ihnen unser Sozialdienst auch über die akute Behandlungsphase hinaus unterstützend zur Seite. Bei Bedarf vermitteln wir den Kontakt zu Selbsthilfegruppen, organisieren psychoonkologische Unterstützung und planen gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern und Ihnen eine geeignete Anschlussheilbehandlung.
Uro-onkologisches Tumorboard
Gemeinsam die beste Therapieentscheidung treffen
In unserem wöchentlichen uro-onkologischen Tumorboard beraten Expertinnen und Experten verschiedener Fachrichtungen gemeinsam über Diagnostik und individuelle Therapieoptionen. Auch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sind herzlich eingeladen, eigene Patientinnen und Patienten zur interdisziplinären Fallbesprechung anzumelden.
Anmeldung zum Uro-Onkologischen Tumorboard
Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sowie externe Behandlungspartner können Patientinnen und Patienten zur Vorstellung in unserem Uro-Onkologischen Tumorboard anmelden. Die Teilnahme am Tumorboard ist sowohl vor Ort als auch virtuell möglich.
Sie sind herzlich eingeladen, eigene Fälle anzumelden und diese im kollegialen Austausch mit unter anderem Radiolog:innen, Patholog:innen, Onkolog:innen und Strahlentherapeut:innen zu besprechen. Gemeinsam können diagnostische Fragestellungen sowie unterschiedliche therapeutische Optionen für Ihre Patient:innen diskutiert werden.
Für die Vorstellung benötigen wir die unterschriebene Einwilligungserklärung sowie die für die Fragestellung relevanten Befunde und Unterlagen. Bei gesetzlich versicherten Patientinnen und Patienten ist zusätzlich ein Einweisungsschein erforderlich.
Bitte reichen Sie die vollständigen Unterlagen fristgerecht vor dem jeweiligen Tumorboard ein.
Patient:in online zum Tumorboard anmelden
Oder senden Sie uns Ihre Dokumente per E-Mail, Fax oder Post zu.
Druckunterlagen zum Download
Anmeldung uro-onkologoisches Tumorboard (PDF, nicht barrierefrei)
Zentrumsleitung

Prof. Dr. med. Michael Rink
Chefarzt
Urologie
Zentrumskoordination

Aktuelle Studien und neue Therapieoptionen
Medizinischer Fortschritt ist ein wichtiger Bestandteil moderner Krebsmedizin.
Unser Uro-Onkologisches Zentrum beteiligt sich an klinischen Studien zu verschiedenen urologischen Tumorerkrankungen. Dabei stehen sowohl die Weiterentwicklung der Versorgung als auch die Gewinnung neuer Erkenntnisse zu Behandlung und Lebensqualität im Fokus.
Aktuelle Studien:
Prostatakarzinom
PCO-Studie – Prostate Cancer Outcomes Study
Die PCO-Studie untersucht die Behandlungsqualität und die Behandlungsergebnisse bei Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Perspektive der Patienten: Erfasst werden unter anderem die gesundheitsbezogene Lebensqualität und mögliche Auswirkungen der Behandlung. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, die Versorgung von Patienten mit Prostatakrebs kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Weitere Informationen zur PCO-Studie
Harnblasenkarzinom
COMPACT-Studie (DRKS00024929)
Die radikale Entfernung der Harnblase mit Anlage einer Harnableitung aufgrund einer Tumorerkrankung stellt einen hochkomplexen und invasiven Eingriff dar. Das Ziel dieser Beobachtungsstudie ist die standardisierte Erfassung von Komplikationen und patient:innenzentrierten funktionellen und onkologischen Ergebnissen anhand von etablierten Klassifikationssystemen und Fragebögen zur krankheitsspezifischen Lebensqualität.
Unsere Partner und beteiligten Fachbereiche
Eine umfassende Versorgung bei urologischen Krebserkrankungen erfordert die Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen. Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern gewährleisten wir eine abgestimmte und ganzheitliche Versorgung – von der Diagnostik und Therapie bis zur Nachsorge und unterstützenden Begleitung.
Zertifizierungen


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